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Organisierte Kriminalität : Schlag gegen Ultra-Chefs von Juventus Turin

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Von mächtigen Ultras kontrolliert: die Südkurve des Fußballstadions in Turin, hier beim Champions-League-Duell mit Bayern München im Jahr 2016 Bild: AP

Wegen des Verdachts auf Verbindungen zur organisierten Kriminalität wurden zwölf Köpfe der Ultra-Gruppen von Juventus Turin bei einer großangelegten Razzia in Italien festgenommen. Die Vorwürfe wiegen schwer.

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          Die Polizei hat mehrere Anführer von Ultra-Fangruppen im Umfeld von Italiens Rekordmeister Juventus Turin festgenommen. Gegen zwölf Personen werde unter anderem wegen schwerer Erpressung, Geldwäsche und privater Gewalt ermittelt, teilte die Polizei am Montag in Turin mit. Der Klub habe die Ermittlungen mit einer Anzeige letztes Jahr ins Rollen gebracht.

          Die Ultra-Anführer sollen nach italienischen Medienberichten hinter dem Schwarzhandel mit Tickets stecken. Sie hätten den Tickethandel für die Fankurve „militärisch kontrolliert“ und sollen Juventus-Mitarbeiter erpresst haben, um an günstigere Karten zu kommen, hieß es in den Berichten unter Berufung auf die Ermittler. Bei der Operation „Last banner“ seien in ganz Italien Razzien gelaufen.

          Der Klub von Superstar Cristiano Ronaldo und den Deutschen Sami Khedira und Emre Can stand immer mal wieder wegen Problemen mit Ultras in den Schlagzeilen. 2017 hatte es bereits Schlagzeilen um mögliche Kontakte zwischen Fangruppen von Juve und der kalabrischen Mafia gegeben.

          Generell gibt es im italienischen Fußball immer wieder Probleme mit der organisierten Kriminalität. Erst vor wenigen Wochen etwa wurde der Anführer der nationalistischen Ultras von Lazio Rom mitten am Tag in einem Park erschossen. Zeugen sprachen von einer „öffentlichen Hinrichtung“. Auch bei diesem Vorfall wird wegen möglicher Verbindungen zur Mafia ermittelt.

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