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Julius-Hirsch-Preis : DFB ehrt Sport- und Jugendclub Hövelriege

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Juryvorsitz: DFB-Präsident Niersbach lobt die große Zahl an Bewerbungen Bild: dpa

Ein Verein aus Hövelriege wird geehrt: Unter 127 Bewerbungen setzte sich der Klub für sein Engagement für Toleranz durch. Die Preisverleihung findet während des WM-Qualifikationsspiels gegen Irland am 11. Oktober in Köln statt.

          Der Deutsche Fußball-Bund hat den Julius Hirsch Preis 2013 an den Sport- und Jugendclub Hövelriege aus dem Kreis Paderborn verliehen. Das gab der DFB am Mittwoch nach einer Jurysitzung in Karlsruhe unter der Leitung von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bekannt. Den zweiten Preis erhalten die Fan-Gruppierung Ultras Nürnberg und der 1. FC Nürnberg, mit dem dritten Preis wird der Mehrspartenverein SC Heuchelhof (Würzburg) ausgezeichnet.

          Der DFB verleiht den Preis seit 2005 in Erinnerung an Julius Hirsch. Hirsch war ein deutscher Fußball-Nationalspieler jüdischen Glaubens. In diesem Jahr gingen 127 Bewerbungen ein.

          „Es ist ein starkes gesellschaftliches Zeichen, dass sich so viele Initiativen aus dem Amateur- und Profibereich mit beeindruckenden Projekten beworben haben. Jedes einzelne Engagement verdient Anerkennung, deshalb stehen die drei Preisträger stellvertretend für alle, die sich mit Überzeugung gegen das Vergessen und für ein tolerantes Miteinander einsetzen“, wurde Niersbach in einer DFB-Mitteilung zitiert.

          Charlotte Knobloch, von 2006 bis 2010 Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, nahm ebenso an der Jurysitzung und dem anschließenden Empfang der Stadt Karlsruhe teil wie Andreas Hirsch, ein Enkel des von den Nazis ermordeten Nationalspielers. Die Preisverleihung findet während des WM-Qualifikationsspiels gegen Irland am 11. Oktober in Köln statt.

          Der Ehrenpreis geht in diesem Jahr an den Journalisten Ronny Blaschke, der in seinem Buch „Angriff von Rechtsaußen“ die Auswirkungen rechtsextremer Einstellungen auf den Fußball beschrieb. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury, dass sich Blaschke seit vielen Jahren intensiv und kritisch mit dem Thema journalistisch befasst.

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