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Fußball in Portugal : Weigl nach Angriff auf Benfica-Bus im Krankenhaus

  • Aktualisiert am

Julian Weigl (links) am Donnerstagabend im Spiel mit Benfica Lissabon gegen Tondela. Bild: AP

Im April 2017 gehörte Julian Weigl zur Dortmunder Mannschaft, auf deren Bus ein Bomben-Attentat verübt wurde. Nun spielt er in Portugal – und wird bei einer Attacke auf den Bus seines Klubs verletzt.

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          Der frühere Dortmunder Bundesligaprofi Julian Weigl ist bei einem Angriff auf den Bus des portugiesischen Fußball-Rekordmeisters Benfica Lissabon verletzt worden. Unbekannte Täter hatten das Fahrzeug nach dem Spiel gegen Tondela (0:0) am Donnerstagabend mit Steinen beworfen. Dabei wurde die Frontscheibe zerstört, als der Bus auf dem Rückweg ins Trainingszentrum Seixal war. Dies berichtete die Sportzeitung „A Bola“ am Freitag.

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          „Julian Weigl und Andrija Zivkovic wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus da Luz gebracht, nachdem sie von Splittern getroffen worden waren“, teilte der Verein mit. Die Verletzungen sind anscheinend nicht schwerwiegend. Die Polizei ermittelt, bisher gibt es keine Erkenntnisse zu den Tätern. Weigl war im Sommer vom BVB nach Portugal gewechselt. Er gehörte zur Dortmunder Mannschaft, auf die im April 2017 ein Bomben-Attentat verübt wurde. Der BVB schickte via Twitter am Morgen Genesungswünsche: „Gute Besserung, Jule! Unser ehemaliger Spieler @JuWeigl musste am gestrigen Abend nach einem Angriff auf den Teambus von @SLBenfica leicht verletzt zur Beobachtung ins Krankenhaus.“

          „Ich bin okay, wir hatten wirklich Glück“, schrieb Weigl am Freitagmittag bei Instagram. Er geht offensichtlich davon aus, dass Fans des eigenen Vereins die Täter waren: „Da wurde eine Grenze überschritten. Steine zu werfen, ohne sich Gedanken zu machen, dass jemand verletzt werden könnte? Das sind nicht die wahren Benfica-Fans!“

          Die portugiesische Liga, die die Spiele nach knapp dreimonatiger Corona-Zwangspause erst am Mittwoch wieder aufgenommen hatte, verurteilte „nachdrücklich den feigen Angriff“. Der Steinwurf sei „zutiefst bedauerlich, insbesondere in einer Zeit, in der sich der portugiesische Fußball zusammengeschlossen hat, um den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, der Millionen Menschen in unserem Land begeistert“. Trotz des torlosen Remis konnte Benfica zu Tabellenführer FC Porto, der am Mittwoch überraschend mit 1:2 gegen Famalicão verlor, nach Punkten aufschließen.

          Vor dem Spiel hatte Weigl über seinen Abschied aus Dortmund gesprochen. Als die Borussia ihm vor mehr als einem Jahr den möglichen Wechsel zu Paris Saint-Germain verweigerte, kam Streiken für den damaligen BVB-Profi nicht infrage. „Da war die Aussicht, zu Paris St. Germain zu gehen, zu einem Trainer, von dem du weißt, was er von dir verlangt, und bei dem du große Chancen hast, dich weiterzuentwickeln, schon verlockend. Streiken oder Terror machen? Kam für mich nicht infrage“, sagte Weigl in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). PSG wird von Thomas Tuchel trainiert, den Weigl aus dessen Dortmunder Zeit sehr gut kennt.

          „Ich hab gespürt: Ich brauche eine Veränderung. Im Winter zuvor hatte ich ein Angebot aus Paris, das ich gern annehmen wollte und um das ich auch gekämpft habe“, sagte der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler. Zu den Gründen, warum er Dortmund nicht verlassen durfte, erklärte er: „Jedenfalls hat der BVB die Tür komplett verschlossen. Ich habe den Verein schon auch verstanden. Wir hatten große Chancen, deutscher Meister zu werden, es waren viele Innenverteidiger verletzt...“ Trotzdem wollte er es in so einer Situation nicht wahrhaben. Das Gefühl, mal etwas anderes zu machen, sei nie mehr weggegangen. „Für mich war immer klar: Ich will auf jeden Fall mal ins Ausland.“

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