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Premier-League-Topspiel : Klopp fordert Guardiola heraus

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Liverpool-Trainer Jürgen Klopp kann das Duell mit Manchester City kaum erwarten. Bild: AFP

Das Fußball-Jahr 2016 endet mit einem Silvester-Kracher in der Premier League. Liverpool trifft auf Manchester City. Nicht nur Jürgen Klopp ist elektrisiert. Doch gleich drei Deutsche fehlen beim Topspiel.

          Bessere Unterhaltung kann sich Jürgen Klopp am Silvestertag kaum vorstellen: Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel fordert sein Team vom FC Liverpool in Englands Premier League Pep Guardiolas Manchester City heraus (18.30 Uhr). „Wenn ich nicht auf der Bank sitzen würde, würde ich in jedem Fall ein Ticket für das Spiel kaufen“, betonte Klopp, der mit seinen „Reds“ erster Verfolger von Spitzenreiter FC Chelsea bleiben möchte.

          Doch der ehemalige Bayern-Coach Guardiola sitzt dem früheren Dortmunder mit seinem Team aus Manchester dicht im Nacken. „Sechs Klubs kämpfen um die vorderen vier Plätze, da ist jedes Spiel wie ein Finale. Deshalb ist es ein sehr wichtiges Match für beide Vereine“, betonte Klopp. Vor dem Hinrunden-Finale am Samstag gegen Stoke City führt Chelsea (46 Punkte) das Klassement souverän vor Liverpool (40) und ManCity (39) an. Aber auch der FC Arsenal (37), Tottenham Hotspur (36) und Manchester United (33) sind noch in Schlagdistanz. Grund zum Feiern hat der von José Mourinho gecoachte Rekordmeister ManUnited gegen den FC Middlesbrough im heimischen Old Trafford auf jeden Fall, denn Trainer-Guru Sir Alex Ferguson wird am Spieltag runde 75 Jahre alt.

          Für Klopp und Guardiola ist es das erste Duell auf der Insel. In der Bundesliga landeten beide Star-Coaches mit ihren Spitzenmannschaften BVB und FCB jeweils vier Siege - eine Punkteteilung gab es noch nie. „Es ist das Duell zwischen dem FC Liverpool und Manchester City und nicht das der beiden Trainer“, sagte Klopp und versuchte damit das prestigeträchtige Aufeinandertreffen der Chefstrategen auf der Bank herunterzuspielen. Sein Kollege tat es ihm gleich: „Wir spielen mit komplett anderen Teams als seinerzeit in München oder Dortmund. Das kann man alles überhaupt nicht vergleichen“, erklärte Guardiola.

          Pep Guardiola (links) will mit Manchester City den Anschluss nach oben halten.

          Rein sportlich betrachtet sprechen zuletzt drei Siege in Serie und die Heimstärke für Liverpool: Der einstige Rekordchampion ist an der Anfield Road seit 23 Spielen unbesiegt. Umgekehrt gelang ManCity, das zuletzt ebenfalls dreimal nacheinander gewinnen konnte, der letzte Erfolg in Liverpool 2003. „Ich würde mal sagen, dass meine Mannschaft derzeit mit dem Selbstvertrauen kein Problem hat“, meinte Klopp augenzwinkernd. Allerdings muss er auch am Samstag Spielmacher Philippe Coutinho und den früheren Schalker Joel Matip wegen Knöchelblessuren ersetzen. Im Tor erhält der Belgier Simon Mignolet weiter den Vorzug vor dem ehemaligen Mainzer Loris Karius.

          Manchester City muss auf den deutschen Nationalspieler Leroy Sané verzichten. Der frühere Schalker habe sich noch nicht wieder von der Verletzung erholt, wegen der er auch zuletzt gefehlt habe, teilte der Klub mit. Der englische Nationalspieler John Stones kann hingegen trotz einer Knieblessur spielen. Zudem kehrt Stürmer Sergio Aguero nach seiner Vier-Spiele-Sperre zurück.

          Leroy Sané fehlt bei Manchester City an der Anfield Road.

          Beim kriselnden Überraschungs-Meister Leicester City mahnt Ron-Robert Zieler unterdessen zur Ruhe. „Wir dürfen nicht in Panik verfallen, aber auch nichts schönreden“, sagte der Nationaltorhüter vor dem richtungsweisenden Heimspiel am Samstag (16.00 Uhr) gegen West Ham United der „Bild“-Zeitung (Freitag). Bei einer abermaligen Niederlage droht dem Tabellen-16. das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz, was Zieler aus seiner Zeit bei Hannover 96 in der Bundesliga zur Genüge kennt. „Niemand durfte erwarten, dass wir noch mal Meister werden, aber in der Liga spielen wir weit unter unseren Möglichkeiten“, gab der 27 Jahre alte Deutsche selbstkritisch zu. Und ergänzte: „Es darf nicht passieren, dass ich noch einmal absteige.“

          Der deutsche Nationalspieler Shkodran Mustafi steht derweil beim FC Arsenal nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause vor der Rückkehr ins Team. „Mehr als glücklich, für morgen zurück im Kader zu sein“, twitterte der 24-Jährige vor der Premier-League-Partie seines Klubs gegen Crystal Palace am Neujahrstag. Mustafi hatte sich vor drei Wochen eine Muskelverletzung zugezogen und seitdem pausiert. Auch sein Klub begrüßte den Verteidiger mit einem Trainingsbild auf Twitter zurück im Team. Mustafi und seine Teamkollegen Mesut Özil und Per Mertesacker treffen mit dem FC Arsenal im Februar und März im Champions-League-Achtelfinale auf den deutschen Meister FC Bayern.

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