https://www.faz.net/-gtl-9mmtb
Bildbeschreibung einblenden

Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Glück für Klopp – Ärger bei Tuchel

Das war knapp: Liverpool und Trainer Jürgen Klopp gewinnen so gerade noch in Newcastle. Bild: dpa

Guardiola und Manchester City sind abermals unter Druck nach dem Liverpool-Sieg vom Wochenende. Frankfurt-Gegner Chelsea ist in Form. Barcelona verliert. Paris enttäuscht wieder. Und Celtic holt 50. Titel. Europas Fußball-Wochenende im Video.

          3 Min.

          Auch die Verletzung von Mohamed Salah konnte Jürgen Klopp die gute Laune nicht verderben. Der Torjäger aus Ägypten war mit dem Torwart von Newcastle United zusammengestoßen. Die Ärzte entschieden, dass es nicht weiterging für Salah, der in der heißen Endphase des Duells nicht mehr mithelfen konnte. Nach einer Faustabwehr des Schlussmanns blieb der Angreifer minutenlang liegen auf dem Rasen und musste schließlich mit der Trage vom Platz gebracht werden. Für ihn kam der frühere Wolfsburger Divock Origi – und traf kurz vor Abpfiff zum 3:2-Sieg für den FC Liverpool.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          „Mo saß später in der Kabine und hat sich das Spiel dort zu Ende angeschaut. Es ging ihm schon besser, aber wir müssen abwarten“, sagte sein Trainer nach der Partie. Ob er an diesem Dienstag im Rückspiel gegen den FC Barcelona im Halbfinale der Champions League dabei sein kann, ist nach wie vor ungewiss, trieb Klopp aber keine enormen Sorgenfalten auf die Stirn. Das späte Glück, das er und seine Mannschaft in Newcastle erfahren hatten, überstrahlte die Sorge um Salah. Der hatte zuvor das zweite Liverpooler Tor geschossen, Virgil van Dijk das erste. Aber United glich jeweils aus.

          Damit setzten die „Reds“ im Meisterrennen nun wieder Manchester City unter Druck. Die Elf von Coach Pep Guardiola ist erst an diesem Montag (21.00 Uhr bei DAZN) an der Reihe. Im Heimspiel gegen Leicester City – trainiert ausgerechnet vom früheren Liverpool-Boss Brendan Rodgers – ist ein Sieg Pflicht, um den Titelgewinn am letzten Spieltag weiter in der eigenen Hand zu haben. Dann hätte City 95 Punkte, Liverpool 94. Guardiolas Elf spielt in Brighton in der finalen Runde, Klopp und Co. bekommen es daheim mit Wolverhampton zu tun. Und wer hat danach gute Laune?

          Der FC Chelsea spielt in der kommenden Saison in der Champions League. Der aktuelle Gegner von Eintracht Frankfurt im Halbfinale der Europa League besiegte den FC Watford mit 3:0. Ruben Loftus-Cheek und David Luiz gelang ein Doppelpack, Gonzalo Higuain machte alles klar für die „Blues“.

          Um den Platz in der Königsklasse müssen die Tottenham Hotspur, die im derzeitigen Halbfinale gegen Ajax Amsterdam ein 0:1 aufholen wollen, noch bangen. Nach dem 0:1 bei AFC Bournemouth durch ein Tor in der Nachspielzeit nach zwei Roten Karten für die Spurs ist Platz vier noch nicht gesichert.

          Manchester United wird in der kommenden Saison definitive nicht in der Champions League spielen. Die Elf von Ole Gunnar Solskjaer blamierte sich beim lange feststehenden Absteiger Huddersfield Town. Die „Red Devils“ kamen trotz einer frühen Führung beim Tabellenletzten nur zu einem 1:1.

          Auch der FC Arsenal droht die Königsklasse mal wieder zu verpassen. Die Mannschaft, in der Mesut Özil durchspielte, kam gegen Brighton Hove & Albion im eigenen Stadion nicht über ein 1:1 hinaus. Pierre-Emerick Aubameyang traf früh per Elfmeter zur Führung, zum Sieg aber reichte das nicht aus.

          Als Meister steht der FC Barcelona schon fest. Im Halbfinale der Champions League gegen Liverpool wartet eine wichtigere Aufgabe. Mit einer B-Elf unterlagen die Katalanen bei Celta Vigo mit 0:2. Pech: Ousmane Dembele verletzte sich nach nur fünf Minuten Spielzeit und fällt in der Königsklasse aus.

          Auch der Tabellenzweite Atlético Madrid kassierte eine Niederlage – und gleich eine deutliche. Trotz des 0:3 bei Espanyol Barcelona ist dem Team von Coach Diego Simeone der Rang hinter Barcelona aber kaum noch zu nehmen. Dazu müssten nun schon zwei weitere Schlappen dazu kommen.

          Stadtrivale Real Madrid könnte seinerseits mit zwei Siegen theoretisch in den letzten verbleibenden Spielen noch auf Rang zwei klettern. Gegen den FC Villarreal gab es einen 3:2-Heimsieg. Mariano Diaz gelang ein Doppelpack, auch der frühere Frankfurter Abwehrmann Jesus Vallejo war erfolgreich.

          In der italienischen Serie A kam Juventus Turin auch im zweiten Spiel nach Sicherung der achten Meisterschaft in Serie nicht zu einem Sieg. Im Derby gegen den FC Turin gab es im eigenen Stadion nur ein 1:1. Cristiano Ronaldo verhinderte mit einem späten Kopfballtreffer gar eine Niederlage.

          Im Kampf um die besten Plätze hinter Dauermeister Juventus hat nur Neapel seine Ruhe. Mit einem 2:1-Sieg über Cagliari Calcio sicherte der Klub Platz zwei. Dahinter streiten nun Inter Mailand, Atalanta Bergamo, AS Rom, FC Turin, AC Mailand und Lazio Rom um die Europapokal-Plätze.

          Als Meister der französischen Ligue 1 steht Paris St. Germain längst fest. Doch seitdem hakt es beim Team von Thomas Tuchel. Auch im Heimspiel gegen OGC Nizza reichte es nur zu einem 1:1. Edinson Cavani verschoss in der Nachspielzeit einen Elfmeter. Die Krise verärgert vor allem seinen Trainer.

          In der Europa League kam in einem spektakulären Duell mit Frankfurt im Viertelfinale das Aus. In der portugiesischen Primeira Liga aber ist Benfica Lissabon zwei Spieltage vor Schluss mit zwei Punkten mehr als der FC Porto auf Meisterkurs. Beim 5:1 gegen Portimonense traf Haris Seferovic doppelt.

          In der schottischen Premier League wurde Celtic Glasgow zum achten Mal in Serie Meister. Schon ein Remis beim FC Aberdeen hätte genügt, es wurde ein 3:0. Es ist insgesamt der 50. Titel für den Klub. Nun fehlen noch vier weitere Meisterschaften, um zum Erzrivalen Glasgow Rangers aufzuschließen.

          Nach einem 3:2 im Stadtderby gegen den Erzrivalen Brøndby ist der FC Kopenhagen zum 13. Mal in Dänemark Meister. Die Mannschaft des früheren Kölner Trainers Ståle Solbakken ist nicht mehr vom Zweiten FC Midtjylland von der Spitze zu verdrängen. 82 bisherige Punkte bedeuten Ligarekord.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.