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1:0-Sieg über Flamengo : Klopp und Liverpool sind jetzt Klub-Weltmeister

  • Aktualisiert am

Roberto Firmino entledigte sich seines Trikots nach seinem Tor im Finale gegen Flamengo. Bild: EPA

Nach der Champions League und dem europäischen Supercup sichert sich Liverpool bei der Klub-WM den dritten Titel 2019. Im Finale gegen Flamengo erzielt ein früherer Bundesligaspieler des goldene Tor.

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          Teammanager Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool zum ersten Mal die Klub-WM gewonnen und das Erfolgsjahr mit einem internationalen Titel-Hattrick veredelt. Im Finale in Doha in Qatar gewannen die Reds mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen den Libertadores-Cup-Sieger CR Flamengo aus Rio de Janeiro und bejubelten nach dem Gewinn der Champions League und des Uefa-Supercups den dritten Titel 2019 und den zweiten der laufenden Saison. „Es war ein interessantes Spiel. Es war eine gute Leistung. Wir haben immer weitergemacht und gut verteidigt. Ich bin zufrieden mit der Leistung“, sagte Kapitän Jordan Henderson.

          In der Neuauflage des Weltpokal-Endspiels von 1981, das Flamengo unter der Regie des „weißen Pele“ Zico 3:0 für sich entschieden hatte, erzielte der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino (99.) wie schon im Halbfinale gegen Monterrey CF (2:1) den entscheidenden Treffer. Im Gegensatz zum Halbfinale konnte Welttrainer Klopp wieder auf seinen zuletzt erkrankten Abwehrchef Virgil van Dijk in der Anfangsformation setzen. Ebenfalls wieder in der Startelf standen Trent Alexander-Arnold, Sadio Mane und Firmino, die gegen Monterrey zunächst auf der Bank gesessen hatten.

          Liverpool startete im Khalifa International Stadium fulminant: Bereits nach 41 Sekunden schoss Firmino, der den Finaleinzug mit seinem Treffer in der Nachspielzeit überhaupt erst ermöglicht hatte, den Ball freistehend vor Flamengo-Keeper Diego Alves über das Tor. In den Folgeminuten brachte der souveräne Tabellenführer der Premier League den brasilianischen Meister, bei dem Trainer Jorge Jesus den früheren Bayern-Akteur Rafinha von Beginn an aufbot, mit Tempofußball zunächst mehrfach in Bredouille. Der frühere Leipziger Naby Keita (5.) und Alexander-Arnold (6.) verpassten in aussichtsreichen Positionen die frühe Führung.

          Erst Mitte der ersten Hälfte kam Flamengo besser in die Partie. Auch, weil sich die Reds zurückzogen und dem sechsmaligen brasilianischen Champion viele Räume im Mittelfeld eröffneten – zum Missfallen von Klopp, der an der Seitenlinie immer wieder gestikulierte und seine Unzufriedenheit lautstark kundtat. Trotzdem vergab der frühere Wolfsburger Bruno Henrique (26.) die erste und einzige Möglichkeit der Brasilianer vor der Pause.

          Dort schien Klopp die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn nach dem Seitenwechsel knüpften die Reds wieder dort an, wo sie nach 20 Minuten aufgehört hatten. Firmino (47.) traf mit einem tückischen Aufsetzer nur den Pfosten, Superstar Mohamed Salah (50.) verfehlte das Tor knapp. Auf der Gegenseite verhinderte Liverpools Schlussmann Alisson gegen Gabriel Barbosa (53.) den Rückstand.

          Der vermeintliche Führungstreffer von Salah (76.) wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben – einen Elfmeter (90.+2) nach einem Foul von Rafinha an Mane an der Strafraumgrenze nahm Schiedsrichter Abdulrahman Al Jassim (Qatar) nach einem längeren Videostudium zurück. Nach einem schön vorgetragenen Spielzug über Kapitän Jordan Henderson und Salah erzielte Firmino dann in der Verlängerung das Siegtor.

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