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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Superspiel für Klopp – Sensation in Spanien

Jürgen Klopp hatte viel Spaß beim Spiel seines FC Liverpool gegen Tottenham. Bild: AFP

Liverpool siegt nach frühem Schock. 0:9-Debakel für Hasenhüttl. Pulisic ganz stark. Aufsteiger Erster vor Barcelona und Real. Juve und Inter patzen. Gala von Tuchels Paris. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Zuletzt war die Laune von Jürgen Klopp überhaupt nicht gut. Zunächst hatte er sich über ein Foul echauffiert, das seinen Stürmer Mohamed Salah aus dem Spiel nahm und das nicht mit der Roten Karte sanktioniert wurde. Daraufhin ließ er sich auf ein Wortgefecht mit einem Reporter ein – und ließ den dann einfach stehen. Beim 1:1 bei Manchester United zuletzt hatte der Videobeweis die Stimmung bei Klopp verdorben. Beim Gegentor war er nicht auf Liverpools Seite, danach wurde ein eigenes Tor nach Blick auf die Bilder wegen Handspiels aberkennt. Und Klopp war wieder sauer.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Das war nun ganz anders. Klopp lachte und hatte beste Laune. „Das war ein Superspiel, ich liebe es“, sagte der Trainer des FC Liverpool nach dem 2:1-Sieg über Tottenham Hotspur in der englischen Premier League. Zuletzt hatte man sich im Juni im Endspiel der Champions League getroffen, auch seinerzeit in Madrid gewannen die „Reds“. Damals ging Liverpool früh in Führung, nun waren es die Spurs. Harry Kane brachte den Ball nach gerade einmal 48 Sekunden im Kasten von Liverpool unter. Doch am Ende bejubelte Liverpool den neunten Sieg im zehnten Spiel in dieser Saison.

          In einem furiosen Spiel scheiterte die Elf von Klopp oft an Paulo Gazzaniga, der den verletzten Weltmeister-Torwart Hugo Lloris vertrat. Doch in zwei Situationen war der Argentinier ohne Chance. Nachdem Heung-min Son nur die Liverpooler Latte getroffen hatte, gelang Jordan Henderson der Ausgleich, ehe Mohamed Salah, wie im Finale der Königsklasse, per Elfmeter traf. 28 Punkte nach zehn Spielen hatten bisher nur Chelsea (2005) und Manchester City (2011 und 2017). Alle Teams wurden am Ende Meister. Schafft Liverpool das auch, dürfte Klopps Laune noch besser sein.

          Verfolger Manchester City bleibt weiter sechs Punkte hinter Liverpool. Nach schwacher erster Hälfte gab es ein 3:0 gegen Aston Villa. Besser lief es nach einem langen Schlag von Torwart Ederson und dem Tor von Raheem Sterling. Kevin de Bruyne und Ilkay Gündogan legten zum klaren Sieg nach.

          Welch ein Debakel für den FC Southampton! Die Elf von Trainer Ralph Hasenhüttl ging im Regen unter – im eigenen Stadion. Gegen Leicester City hieß es schon zur Pause 0:5, am Ende stand ein 0:9. Eine frühe Rote Karte für Ryan Bertrand von Southampton begünstigte das Debakel der Saints.

          Der FC Chelsea mit dem neuen Trainer Frank Lampard kommt langsam in Schwung. Beim FC Burnley gab es einen 4:2-Sieg. Überragender Spieler dabei war der frühere Dortmunder Christian Pulisic. Der Amerikaner erzielte die ersten drei Tore der Blues selbst, dann war auch noch Willian erfolgreich.

          Der FC Arsenal, bei dem Mesut Özil mal wieder gar nicht im Kader stand, verspielte ein frühes 2:0 beim 2:2 gegen Crystal Palace. Die Defensivspieler Sokratis und David Luiz trafen schnell, doch der Stadtrivale schlug zurück. Das vermeintliche Siegtor durch Sokratis nahm der Videoassistent zurück.

          Weil der Clásico vom FC Barcelona und Real Madrid auf den 18. Dezember verschoben wurde, schlug in der spanischen Primera División die Stunde eines Außenseiters. Aufsteiger FC Granada besiegte Betis Sevilla durch ein Tor von Alvaro Vadillo mit 1:0 und übernahm vorerst die Tabellenspitze.

          Im dichten Verfolgerfeld liegt auch Atlético Madrid nach einem 2:0 über Athletic Bilbao. Saul Niguez und Alvaro Morata trafen. Torhüter Jan Oblak rettet hinten. Kurios: Der Schiedsrichter musste die Halbzeiten jeweils zwei Mal anpfeifen, weil seine Armbanduhr sich zunächst nicht starten ließ.

          In der italienischen Serie A bleibt Juventus Turin auf Platz eins – trotz des 1:1 bei US Lecce. Ohne den geschonten Cristiano Ronaldo kam der Meister nicht über ein enttäuschendes Remis beim Aufsteiger hinaus. Das einzige Juve-Tor erzielte Paulo Dybala per Elfmeter, wenig später fiel der Ausgleich.

          Aber auch der erste Verfolger machte es nicht viel besser. Inter Mailand hätte nach dem Sieg in der Champions League über Dortmund mit einem weiteren Erfolg daheim über Parma Calcio Platz eins übernehmen können. Antonio Candreva und Romelu Lukaku trafen, doch am Ende gab es nur ein 2:2.

          In der französischen Ligue 1 ließ sich Paris St. Germain nicht vom Kurs abbringen. Schon in der ersten Halbzeit nahm die Mannschaft von Thomas Tuchel das schwache Olympique Marseille auseinander. Mauro Icardi und Kylian Mbappe trafen doppelt, am Ende blieb es beim 4:0 auf der Anzeigetafel.

          Der überraschende erste Verfolger von PSG patzte. Der FC Nantes hätte sich von den anderen Teams in der kompakten oberen Tabellenhälfte absetzen können, unterlag jedoch der AS Monaco. Wissam Ben Yedder traf für den Meister von 2017, der sich zuletzt gar auf einem Abstiegsplatz wiederfand.

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