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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Hässlicher Sieg für Klopp – Real Madrid im Glück

Erfolgreich auf den letzten Drücker: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp Bild: EPA

Liverpool profitiert von Tottenham-Pech. Manchester City souverän. Messi mit nächster Show. Real Madrid siegt spät mit Zidane-Sohn. Paris und Tuchel kurz vor Titel. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Jürgen Klopp ist nun wirklich nicht als stiller Vertreter bekannt. Nach dem dramatischen 2:1-Sieg über die Tottenham Hotspur aber war der Liverpool-Trainer die Ruhe selbst, nachdem er den brodelnden Innenraum des Stadions an der Anfield Road verlassen hatte. Seine Elf gewann das Topspiel der englischen Premier League in letzter Minute, weil Toby Alderweireld ein kurioses Eigentor unterlief. Torwart Hugo Lloris boxte den Ball gegen das Bein des verdutzten Verteidigers, von dort kullerte er über die Linie. Zuvor hatten Roberto Firmino für Liverpool und Lucas Moura für die Spurs getroffen. „Natürlich war das ein Lucky Punch“, gestand Klopp zum Missgeschick des Gegners und war dabei so ruhig, wie man ihn selten gesehen hat.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          „Ich habe den Jungs nach dem Abpfiff gesagt, dass es 500.000 verschiedene Möglichkeiten gibt, ein Fußballspiel zu gewinnen“, sagte der deutsche Trainer. „Und heute war es ganz schön hässlich. Aber das ist kein Problem. Das nehmen wir gerne mit. Ohne etwas Glück kommt man nicht dahin, wo wir stehen“ Mit einem Spiel und zwei Punkten mehr als Manchester City stehen die „Reds“ vorerst wieder an der Tabellenspitze. Der Verfolger kann aber im Nachholspiel an diesem Mittwoch Cardiff City wieder vorbeiziehen beim spannenden Sprint auf der Zielgeraden der Meisterschaft.

          Dass Liverpool gegen die Spurs keine Gala zeigte und jede Menge Dusel hatte, nicht nur beim Siegtreffer war Klopp gänzlich egal. „Anscheinend müssen wir uns immer entschuldigen, wenn wir nicht den Fußball der Vorsaison spielen“, sagte er immer noch ganz ruhig auf dem Podium vor den Journalisten. „Wenn wir nach dem letzten Spieltag wirklich auf Platz eins stehen, dann wäre das ein Meistertitel des Willens“, sagte er. Und wenn das, erstmals seit 1990, tatsächlich klappen sollte, dann ist gewiss, dass auch Klopp nicht mehr so ruhig bleiben würde.

          Mit einem Spiel und zwei Punkten weniger lauert hinter dem FC Liverpool Manchester City. Die Elf von Trainer Pep Guardiola siegte beim Abstiegskandidaten FC Fulham mit André Schürrle 2:0. Bernardo Silva und Sergio Aguero schossen schon früh die Tore zum nie gefährdeten Pflichtsieg.

          Während es für Fulham ganz und gar nicht gut aussieht, ist Huddersfield Town schon abgestiegen. Auch Coach Jan Siewert, der vom glücklosen David Wagner übernahm, konnte die Rückkehr in die Zweitklassigkeit nicht mehr verhindern. 14 Punkte nach 32 Partien sind einfach viel zu wenig.

          In der spanischen Primera Division setzte der FC Barcelona seinen Weg Richtung Titel unbeirrt fort. Im Stadtderby gegen Espanyol Barcelona gab es einen 2:0-Sieg. Und wieder einmal besorgte Lionel Messi die drei Punkte fast im Alleingang: Der Star aus Argentinien erzielte beide Treffer.

          Fast hätte sich Real Madrid in einer schweren Saison wieder blamiert. Gegen Schlusslicht SD Huesca stand es bis kurz vor Schluss 2:2, ehe Karim Benzema im Bernabeu doch noch das Siegtor erzielte. Im Tor von Real stand überraschend Luca Zidane, der Sohn des alten, neuen Trainer Zinedine Zidane.

          Zwischen den Schwergewichten Barcelona und Real hat sich Atlético Madrid eingenistet. Das Team von Diego Simeone zeigte bei Deportivo Alaves eine ungewöhnliche Torgala. Normal pflegen sie ihre Spiele minimalistisch zu gewinnen. Nun gab es ein 4:0 beim Überraschungsklub von Platz fünf.

          In der italienischen Serie A zeigte sich Tabellenführer Juventus Turin zwei Wochen nach der ersten Saisonniederlage beim CFC Genua wieder gut erholt. Auch ohne den im Länderspiel verletzten Star Cristiano Ronaldo reichte es zum Sieg über den FC Empoli. Der junge Moise Kean traf zum 1:0.

          Auf Platz zwei steht weiter die SSC Neapel, wobei das Wort „Verfolger“ nicht angemessen wäre. Schließlich hat die Auswahl von Trainer Carlo Ancelotti schon satte 15 Punkte Rückstand. Immerhin gab es bei der AS Rom einen beeindruckenden Sieg: Napoli gewann 4:1 in der Hauptstadt.

          In der französischen Ligue 1 steht Paris St. Germain dicht vor dem Meistertitel. Schon am nächsten Wochenende könnte es soweit sein. Die Vorarbeit dazu lieferte das Team von Thomas Tuchel in mühsamer Arbeit beim FC Toulouse. Kylian Mbappe schoss das späte Tor zum 1:0-Auswärtssieg.

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