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Europa League : Klopp bringt Liverpool das Kämpfen bei

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Nach Schlusspfiff herzt Jürgen Klopp seinen Torhüter Mignolet – zuvor war nicht so zufrieden mit ihm gewesen Bild: dpa

Seit dem Antritt von Jürgen Klopp beim FC Liverpool hat sich das Spiel der „Reds“ deutlich verändert. Das zeigt sich auch beim Sieg über Bordeaux in der Europa League. Eine Szene gefiel dem Trainer aber überhaupt nicht.

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          Jürgen Klopp war bester Laune. Kaum hatte der FC Liverpool das nächste Zwischenziel erreicht, konnte der deutsche Erfolgscoach auch über die ungewöhnliche Schiedsrichter-Entscheidung vor dem 0:1 beim 2:1-Sieg gegen Girondins Bordeaux in der Europa League lachen. „So lange wartest du? Du wartest länger als Simon Mignolet“, scherzte Klopp in Richtung seines Medienchefs, der die Fragerunde nach dem erfolgreichen Einzug in die K.o.-Runde gar nicht beenden wollte.

          Während des Spiels hatte Klopp die Szene weniger erfreut. Weil Torhüter Mignolet den Ball dreimal so lange als die erlaubten sechs Sekunden in den Armen hielt, gab es einen indirekten Freistoß für Girondins, den Henri Saivet zum Gegentor nutzte. „Ich bin schon lange im Fußball-Geschäft tätig, aber eine Strafe wegen Zeitspiels nach 25 Minuten für eine Mannschaft mit mehr Ballbesitz habe ich noch nicht erlebt“, betonte der frühere Meistertrainer von Borussia Dortmund. Er konnte es verkraften, noch vor der Pause drehten James Milner per Foulelfmeter (38.) und Christian Benteke (45.) das Spiel.

          „Cooler Abend“

          So sprach Klopp über einen „coolen Abend“, an dem Liverpool bereits nach dem vorletzten Spieltag die Zwischenrunde erreichte. „Vor ein paar Wochen standen wir noch bei drei Punkten, nun sind wir mit neun Zählern weiter“, bilanzierte der 50-Jährige. Ohnehin hat sich an der Anfield Road seit Klopps Amtsantritt am 9. Oktober einiges geändert. Nur eines von neun Pflichtspielen wurde verloren. Unter den fünf Siegen waren so beachtliche Erfolge wie das 3:1 bei Meister FC Chelsea oder der 4:1-Triumph bei Manchester City am vergangenen Wochenende.

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          Auch das Spiel gegen Bordeaux sei ein „großer Kampf“ gewesen. Einfache Spiele könne jeder gewinnen, entscheidend seien die schweren. „Und das war ein schweres Spiel“, betonte Klopp. So kann es weiter gehen - am besten schon am Sonntag gegen Swansea City, wenn die „Reds“ ihre Aufholjagd in der Premier League weiter fortsetzen wollen. Angesichts des kommenden Programms mit weiteren Gegnern aus der unteren Tabellenhälfte bietet sich dem 18-maligen englischen Meister die Chance, den Anschluss zur Spitzengruppe wieder herzustellen.

          Auf Starstürmer Daniel Sturridge muss Klopp bei dem Unterfangen aber wohl weiter verzichten. Der Nationalspieler verletzte sich im Abschlusstraining am Fuß, eine Kernspintomographie soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Sturridge, der erst drei Saisonspiele bestritten hat, war gerade erst gegen ManCity in den Liverpool-Kader zurückgekehrt.

          Jubeln durften am Donnerstagabend auch weitere deutsche Protagonisten in der Europa League. Miroslav Klose hat mit Lazio Rom beim 3:1 (1:0) gegen Dnjpr Dnjpropetrowsk sogar den Gruppensieg gesichert. Stürmerkollege Mario Gomez steht mit Besiktas Istanbul nach dem 2:0 gegen KF Skenderbeu Korca ebenfalls an der Tabellenspitze.

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