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Fußball in Mexiko : Auch Arango wird zum „Beißer“

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Gut gelaunt und ganz schön bissig: Juan Arango Bild: AFP

In Gladbach war Juan Arango für seine präzisen Freistöße bekannt. Eine bisher unbekannte Seite zeigt der Venezolaner nun bei seinem neuen Verein in Mexiko. Dort nimmt sich Arango Luis Suarez zum Vorbild.

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          Das Spiel war eigentlich schon vorbei, der Schiedsrichter im Begriff die Partie abzupfeifen. Aber Juan Arango war sauer. Der ehemalige Bundesligaspieler von Borussia Mönchengladbach lag mit seinem Verein Tijuana, dem Tabellenführer der ersten mexikanischen Fußball-Liga, 3:4 gegen den Zehnten aus Monterrey zurück.

          Als ihm dann auch noch Jesus Zavala, Mittelfeldspieler Monterreys, über den Weg lief, war es um Arango geschehen – und er biss herzhaft zu. Im Vorbeigehen bohrte sich sein Gebiss in die linke Schulter des Gegners. Der ging zu Boden und krümmte sich. Mitspieler kamen in heller Aufregung angerannt und forderten die Rote Karte gegen den 34 Jahre alten Venezolaner. Der Schiedsrichter nahm den Biss auf dem Spielfeld allerdings nicht wahr. Der mexikanische Fußballverband sperrte Arango erst nachträglich für zwei Partien im Ligabetrieb.

          Sollte der bissige frühere Gladbacher sich nochmal zu solch einer Tat hinreißen lassen, könnte er mal bei Luis Suarez nachfragen, was wiederholtes vampirhaftes Verhalten in Fußballstadien für Strafen nach sich ziehen kann: Nach dessen Biss bei der WM in die Schulter von Giorgio Chiellini durfte der Uruguayer vier Monate keinen Fußballplatz betreten und wurde zusätzlich für neun Länderspiele gesperrt. Zudem musste er eine Strafe von 100.000 Schweizer Franken zahlen.

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