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Homophobie im Sport : Gefangene des Fußballs

Ist stolz schwul zu sein: Josh Cavallo im Trikot von Adelaide United Bild: AP

2021 ist es eine weltweite Nachricht, dass sich ein aktiver Profi als schwul outet. Josh Cavallo ist der einzige, der sich im Fußball traut. Es wird Zeit, das Spiel zu befreien.

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          „Wir sind im Jahr 2021! Jeder sollte lieben dürfen, wen immer er lieben möchte“. Ein Satz, der fast schon banal klingt. Warum sollte auch nicht jeder lieben dürfen, wie und wen er will? Der Satz stammt von sechs Fußballspielern aus dem Mannschaftsrat von Hannover 96 – zu Beginn diesen Jahres. Sie sicherten, wie 800 andere Fußballerinnen und Fußballer, im Magazin 11 Freunde jedem, der sich outet, ihre Solidarität zu.

          Nun outet sich tatsächlich ein Fußballprofi, aber nicht in Deutschland. „Ich bin Fußballer, und ich bin schwul“, schreibt Mittelfeldspieler Josh Cavallo am Mittwoch in den sozialen Medien. Cavallo spielt für Adelaide United in der australischen A-League. Er habe sich nicht mehr verstecken wollen, Schluss mit dem Doppelleben. Ein Leben, bestimmt von Angst und von dem Gefühl, nicht die ganze Zeit der sein zu können, der er ist. Damit ist er wohl derzeit der einzige männliche Fußballprofi auf der Welt, der sich zu seiner Homosexualität bekennt.

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