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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Das spektakuläre Ende einer Männer-Feindschaft

Ziemlich beste Freunde? José Mourinho (links) und Arsene Wenger. Bild: AFP

Mourinho und Wenger benehmen sich seltsam. Klopp locker. Dramatik in Italien. Barça wird Meister. Real schont sich für die Bayern. Schiedsrichter sieht Gelb nach kurioser Schwalbe. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

          Der Höhepunkt ihrer jahrelangen Rivalität erreichten José Mourinho und Arsene Wenger 2014 im Oktober. Beim 2:0-Sieg des FC Chelsea über den FC Arsenal war der Franzose gar nicht einverstanden mit dem Benehmen des Kollegen. In der Coaching-Zone kamen sich beide so nahe, dass Wenger den Portugiesen schließlich wegschubste. Die Fehde, die zuvor zumeist über Provokationen verbaler Art, so heftig sie auch waren, nicht hinausgegangen war, kam dem Niveau einer Streiterei auf dem Schulhof gleich. Wie zwei Pubertierende gingen die Trainer aufeinander los.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Als Mourinho 2004 nach England kam, entwickelte sich schnell eine Abneigung der Alphatiere auf der Bank. Aus Wenger und Mourinho wurden ziemlich beste Feinde. Nicht nur, weil sie sich in London um die Vorherrschaft stritten, sondern auch weil sie einfach verschiedene Ansichten haben, unter anderem was das Fußballspiel der eigenen Mannschaft betrifft. Vor allem der Portugiese stichelte immer wieder gegen Wenger, der schon 1996 in die englische Kapitale kam. „Er ist ein Experte im Scheitern“, war einer dieser bösen Sprüche von Mourinho.

          Nun aber, da seit kurzem klar ist, dass Wenger nach 22 Jahren bei Arsenal aufhört, kam wohl auch beim Lieblingsrivalen Wehmut auf. Beim mutmaßlich letzten Duell sah man beide plötzlich schon vor dem Spiel miteinander plaudern und sogar scherzen. Es war das Ende einer Männer-Feindschaft. Sir Alex Ferguson kam dazu und beschenkte Wenger. Das anschließende Duell von Manchester United und dem FC Arsenal bot auch nochmal Spektakel. Mourinhos Mannschaft siegte in der englischen Premier League durch ein Tor in der Nachspielzeit von Marouane Fellaini mit dem Hinterkopf.

          Nach dem furiosen 5:2 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League über Rom kam der FC Liverpool im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Stoke City nur zu einem torlosen Remis. Trainer Jürgen Klopp nahm es locker: „Lasst uns das so mitnehmen, uns erholen und dann nach Rom fahren.“

          Manchester City ist auf Rekordjagd. Nach dem 4:1 bei West Ham, bei dem auch Leroy Sané traf, stehen 93 Punkte zu Buche. Die Bestmarke von Chelsea (2004/05) liegt bei 95 Punkten. Zudem kann das Team von Pep Guardiola Chelsea bei den Toren überflügeln. Bei aktuell 102 fehlt noch eines (103 in der Saison 2009/10) – und das bei noch drei ausstehenden Spielen.

          Dieses Old-Firm-Derby wollen die Rangers am liebsten ganz schnell wieder vergessen. Der 5:0-Sieg von Celtic war der höchste Erfolg überhaupt in der Geschichte des Duells in Glasgow. Und dann feierten die Grün-Weißen durch die drei Punkte auch noch die 49. Schottische Meisterschaft.

          Es bleibt dabei. Der FC Barcelona kassierte in dieser Saison in der spanischen Primera Division noch keine Niederlage. Bei Deportivo La Coruna siegten die Katalanen 4:2. Wieder war der überragende Lionel Messi mit drei Toren der Matchwinner. Barcelona wurde damit zum 25. Mal Meister.

          Vor dem Rückspiel im Halbfinale der Champions League gegen den FC Bayern trat Real Madrid nur mit einer verstärkten B-Elf gegen CD Leganes an. Es reichte dennoch im Schongang zu einem 2:1. Gareth Bale, einer der wenigen Prominenten, und Borja Mayoral trafen für die „Königlichen“.

          In der italienischen Serie A gibt es das letzte Titelrennen in einer großen europäischen Liga, das noch nicht entschieden ist. Und es ging dramatisch zu. Tabellenführer Juventus Turin gewann das schwere Auswärtsspiel bei Inter Mailand trotz eines Rückstands noch in der 87. Minute.

          Verfolger SSC Neapel, der seit dem späten Sieg bei Juventus in der Vorwoche bis auf einen Punkt an den Meister herangekommen war, versagten die Nerven. Beim AC Florenz gab es ein 0:3. Nun liegen die Turiner in der Tabelle bei noch drei Spielen mit vier Punkten vorne – ist das zu viel für Napoli?

          Die AS Rom spielte sich warm für das zweite Halbfinale in der Champions League gegen Liverpool. Dort muss der Klub aus der Hauptstadt ein 2:5 wettmachen. In der Liga gegen Chievo Verona klappte das mit einem 4:1 schon gut. Überragend war einmal mehr Edin Dzeko mit zwei Treffern im Spiel.

          Auch der souveräne Meister aus Paris gewinnt in der französischen Ligue 1 nicht jedes Spiel. Beim Duell mit EA Guingamp konnte der Klub froh sein, noch das Remis zu retten. Nach 0:2-Rückstand glich Stürmer Edinson Cavani mit einem späten Doppelpack noch aus für PSG.

          Beim Spiel zwischen Vitesse und Twente in den Niederlanden zeigte Navarone Foor Schiedsrichter Jochem Kamphuis die Gelbe Karte. Denn der Referee ließ sich nach einer Berührung plötzlich fallen, machte den Spaß dann aber schlagfertig mit und sorgte letztlich für einen Lacher in der Eredivisie.

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