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Zukunft des DFB-Teams : Löws heile Fußballwelt

Angegriffen und angreifbar: Bundestrainer Joachim Löw Bild: dpa

So schwach wie Joachim Löw jetzt war ein Bundestrainer lange nicht mehr. Die Einzigen, die daran etwas ändern können, sind die jungen Spieler, denen er nun endlich vertraut. Ein unbeschwerter Anfang ist das nicht.

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          Joachim Löw und Jürgen Klinsmann, das ist eine besondere deutsche Fußballbeziehung. Eine von Nähe und Vertrautheit über das Spielfeld hinaus. Am Freitag aber lagen nicht nur ein paar hundert Kilometer zwischen den Auftritten des Bundestrainers in Frankfurt und des Fernsehexperten in Berlin, sondern auch deutliche Differenzen in ihrer Sicht auf die Nationalmannschaft. Ein paar Stunden nachdem Löw die Trennung von den Weltmeistern Boateng, Hummels und Müller erläutert hatte, sprach Klinsmann vom ständigen Wettkampf und davon, dass er diese Spieler „immer in meiner Nähe“ behalten würde. Ähnlich hatte sich Jürgen Klopp geäußert, der nicht verstehen wollte, warum Erneuerung nach dem Schlussstrich- statt nach dem Wettkampf- und Leistungsprinzip funktionieren sollte.

          Stimmen wie diese, gewichtige aus der Branche, machen deutlich, dass Löw angreifbar und angegriffen ist wie nie. Zwar setzte er bei der Pressekonferenz in der Verbandszentrale zu einem Befreiungsschlag an und betonte seine Richtlinien- und Entscheidungskompetenz. Dabei zeigte sich aber nur, in welche Verstrickungen er sich selbst gebracht hat durch den verschleppten Aufbruch seit dem WM-Desaster.

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