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EM-Qualifikation : Löw und 15 Spieler fehlen beim DFB-Training

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„Ich habe großes Vertrauen in die Spieler“: Bundestrainer Joachim Löw. Bild: dpa

Erstmals vor einem wichtigen Spiel bleibt dem Bundestrainer nur eine Trainingseinheit mit dem gesamten Team. Am Dienstag fehlen auf dem Rasen die meisten Spieler – und Joachim Löw selbst. Podolski reist ab.

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          Trotz der Notvorbereitung und der Abreise von Lukas Podolski wollen sich die Fußball-Nationalspieler vor der Partie in der EM-Qualifikation in Irland nicht beunruhigen lassen. „Es ist nichts Neues für uns. Am Ende zählt, dass bei Anpfiff alle bei 100 Prozent sind“, sagte Ilkay Gündogan am Dienstag in Frankfurt.

          Nicht mitwirken kann in Dublin Podolski. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, macht eine Kapselreizung im linken Sprunggelenk einen Einsatz des Profis von Galatasaray Istanbul unmöglich. Zur weiteren Behandlung ist Podolski bereits zu seinem Klub zurückgereist. Der Leverkusener Karim Bellarabi muss von der medizinischen Abteilung des DFB weiter an der Schulter behandelt werden.

          Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng sieht „kein Problem“ im arg einbeschränkten Vorbereitungs-Programm auf die Partien am Donnerstag (20.45 Uhr / Live bei RTL und im Länderspiel-Ticker bei FAZ.NET) in Dublin gegen die „Boys in Green“ und am Sonntag in Leipzig gegen Georgien. „Wichtig ist, dass wir am Spieltag alle fit sind. Wir kennen uns jetzt auch lange genug“, betonte Boateng.

          „Ich habe großes Vertrauen in die Spieler“

          Am Vormittag hatten nur acht von 23 Spielern die erste Trainingseinheit auf dem Rasen der „Kleinen Kampfbahn“ neben dem Frankfurter Stadion absolviert. Neben den Torhütern Marc-André ter Stegen und Bernd Leno nahmen nur Marco Reus, Matthias Ginter, Max Kruse, Kevin Volland, André Schürrle und Sebastian Rudy an der Übungseinheit unter Ko-Trainer Thomas Schneider teil. Der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw musste sich später wegen Magenbeschwerden von der Pressekonferenz abmelden.

          Löw selbst leitete im Teamhotel eine Fitnesseinheit mit dem Großteil seines Kaders. Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Boateng schwitzten auf dem Heimtrainer. Mats Hummels und Mario Götze absolvierten Kraftübungen. „Man braucht ein, zwei Tage, bis alle auf einem Level sind. Dann steht auch schon das Spiel vor der Tür“, beschrieb Gündogan die besondere Situation.

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          Dem Bundestrainer bleibt erstmals vor einem wegweisenden Pflichtspiel nur eine Einheit, um sein Team zu formieren - am Mittwoch beim Abschlusstraining im Stadion an der Landsdowne Road in Dublin. Vermutlich wird die DFB-Auswahl mit der gleichen Formation antreten wie jüngst beim 3:2-Sieg in Schottland. „Ich habe großes Vertrauen in die Spieler, die diese Vorgabe schon im September souverän umgesetzt haben“, sagte Löw.

          Am Mittwoch fliegt das DFB-Team auf die Grüne Insel, wo die vorletzte Partie in der Gruppe D ansteht. Mit einem Remis hätte der Weltmeister die EM-Endrunde 2016 in Frankreich erreicht. Noch nie hat das deutsche A-Team ein Pflichtspiel gegen Irland verloren.

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          „Ich habe Mario nicht abgeschrieben“

          Löw registriert derweil weiter die ansteigende Formkurve von Mario Gomez und stellte dem Stürmer abermals ein Comeback in der DFB-Auswahl in Aussicht. „Wenn er so weitermacht, sind seine Chancen gut“, erklärte der Bundestrainer.

          In sieben Spielen der türkischen Süper Lig hat Gomez für Besiktas Istanbul bereits sechsmal getroffen. Drei Doppelpacks des Angreifers sieht auch Löw als etwas Besonderes. „Ich bin froh, dass sich Mario Gomez jetzt wieder wohlfühlt bei seinem neuen Verein“, sagte Löw der Deutschen Presse-Agentur. Der ehemalige Profi des FC Bayern war im Sommer vom AC Florenz zu Besiktas gewechselt.

          Die Trikotfarbe passt schon einmal zum DFB-Team: Mario Gomez (rechts) stürmt jetzt für Besiktas Istanbul.
          Die Trikotfarbe passt schon einmal zum DFB-Team: Mario Gomez (rechts) stürmt jetzt für Besiktas Istanbul. : Bild: dpa

          „Ich habe Mario nicht abgeschrieben. Auf keinen Fall. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann“, hatte Löw schon zuvor mehrmals betont. Sein bisher letztes von 60 Länderspielen hatte der 30 Jahre alte Gomez, der in Italien eher glücklos geblieben war, im September 2014 beim 2:4 gegen Argentinien bestritten.

          Am Mittwoch fliegt das DFB-Team auf die Grüne Insel, wo die vorletzte Partie in der Gruppe D ansteht. Mit einem Remis hätte der Weltmeister die EM-Endrunde 2016 in Frankreich erreicht. Noch nie hat das deutsche A-Team ein Pflichtspiel gegen Irland verloren.

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