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Comeback in Nationalelf : Boateng „absolut offen“ für Rückkehr ins DFB-Team

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„Wenn ich gefragt werde, bin ich absolut offen dafür“: Jerome Boateng Bild: dpa

Im Frühjahr 2019 bootete Bundestrainer Joachim Löw gleich drei frühere Weltmeister aus der deutschen Nationalelf aus. Längst läuft die Debatte über eine Rückkehr. Jerome Boateng würde sein Comeback begrüßen.

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          Rio-Weltmeister Jerome Boateng würde ein Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft begrüßen. „Wenn ich gefragt werde, bin ich absolut offen dafür“, sagte der Abwehrspieler von Bayern München im „Sportschau-Club“ der ARD. „Für Deutschland zu spielen war immer das Größte und eine absolute Ehre für mich, davon träumt man als Kind“, betonte Boateng (32), den Joachim Löw im März 2019 wie Thomas Müller und Mats Hummels aussortiert hatte. Seither hatte der Bundestrainer immer wieder betont, den Weg der Verjüngung seiner Auswahl weitergehen zu wollen. Das sei „absolut legitim“, meinte Boateng.

          Auch deshalb führte er aus: „Ich bin nicht so, dass ich damit rechne und sage: Oh, ich muss zurück in die Nationalmannschaft. Ich weiß, was ich kann und um meine Qualität und bin da ganz ruhig und entspannt.“ Das bislang letzte seiner 76 Länderspiele (ein Tor) bestritt er beim 0:3 in der Nations League im Oktober 2018 in Amsterdam gegen die Niederlande.

          Boateng sagte zudem, dass er den Zwist mit der Spitze des FC Bayern über seine geplatzten Vereinswechsel hinter sich gelassen habe. „Ich bin froh, das hatte alles seinen Sinn, dass es so gekommen ist. Solche Geschichten schreibt der Fußball“, sagte Boateng. Er habe sich in der Vergangenheit von den Klub-Bossen der Münchner bisweilen unfair behandelt gefühlt, bekräftigte der 32-Jährige abermals. „Ich hätte sicher ein paar Themen gern anders besprochen und anders gelöst“, sagte Boateng. So sei er enttäuscht darüber gewesen, dass Zusagen für einen Transfer nicht eingehalten worden seien. „Mir wurde zugesagt, dass mir keine Steine in den Weg gelegt werden und eine bestimmte Summe. Und das war am Ende so und wurde trotzdem nicht zugelassen“, erklärte der Innenverteidiger.

          Seit dem Wechsel von Trainer Niko Kovac zu Hansi Flick habe sich seine Situation aber deutlich gebessert. „Er hat extrem vieles geändert, weil ich unter Hansi wieder das Vertrauen bekommen habe und die faire Chance“, sagte Boateng. Der Erfolg des FC Bayern trage die Handschrift von Flick. Eine Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Vertrags könne er sich daher „absolut vorstellen“.  Gespräche dazu werde es in den nächsten Wochen noch einmal geben. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, der Bayern-Vorstand habe sich bereits für eine Trennung von Boateng entschieden.

          Der frühere Fußball-Nationalspieler Mesut Özil ist derweil seiner Reservistenrolle beim FC Arsenal überdrüssig. „Natürlich würde ich mir wünschen, dass ich dem Team gerade jetzt helfen könnte“, antwortete Özil einem Fan bei Twitter auf die Frage, ob er glücklich sei bei den Gunners: „Aber solange ich die Chance nicht bekomme, hoffe ich einfach, dass wir sehr bald wieder bessere Ergebnisse bekommen.“ Arsenal hat nur eines der jüngsten sechs Pflichtspiele gewonnen.

          In der Premier League ist der 13-malige Meister seit sieben Begegnungen sieglos (fünf Niederlagen) und auf Rang 15 abgerutscht, am Dienstag scheiterte er im Ligapokal-Viertelfinale an Manchester City (1:4). Özil kam in keinem einzigen Saisonspiel zum – wohl, weil der Klub den Topverdiener (Vertrag bis 2021) los werden möchte. „Es sind sehr schwere Zeiten für alle im Klub, nicht nur für mich. Die Situation ist für alle frustrierend“, schrieb der Rio-Weltmeister am Mittwochabend weiter. Seine Antwort beschloss er mit dem Satz: „Lasst uns positiv bleiben!“

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