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Wagner-Nachfolger Siewert : Der nächste Dortmunder übernimmt Huddersfield

  • Aktualisiert am

Jan Siewert (rechts, Bild von 2017) kommt von Borussia Dortmund zu Huddersfield Town. Bild: Picture-Alliance

Kuriose Doublette: Wieder holt Huddersfield Town seinen Trainer von der zweiten Mannschaft Borussia Dortmunds. Jan Siewert folgt auf David Wagner – und erlebt einen lustigen Start mit einem Doppelgänger.

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          Der Nächste, bitte: Der englische Erstligaverein Huddersfield Town verlässt sich auf Bewährtes und hat bei der Besetzung des Teammanagers abermals bei der zweiten Mannschaft von Herbstmeister Borussia Dortmund zugeschlagen. Das Tabellenschlusslicht der Premier League gab am Montag die Verpflichtung von Jan Siewert als Nachfolger von David Wagner bekannt, der die „Terriers“ vor Wochenfrist einvernehmlich nach dreieinhalb Jahren verlassen hatte. Siewert (36) erhält in Huddersfield einen Vertrag bis 2021.

          „Unter unserem vorherigen Trainer waren wir enorm erfolgreich. Wir haben nun einen neuen Chefcoach ernannt, der viele Ähnlichkeiten mit ihm aufweist: Er ist ein junger, aufstrebender Deutscher, der von Borussia Dortmund II kommt“, sagte Huddersfield-Vorstandchef Dean Hoyle und ging damit gleich auf die offensichtlichen Parallelen ein. Doch, betonte der starke Mann im Klub: „Mit Vergleichen tut man Jan unrecht. Hinter dieser Ernennung steckt viel mehr.“ Siewert sei dem Klub schon „aufgefallen, als er noch U19- und Kotrainer des VfL Bochum war.“ Bereits vor zwei Jahren habe man Kontakt zu dem gebürtigen Mayener aufgenommen, denn „angesichts des Erfolgs von David in Huddersfield wussten wir, dass es ratsam war, in die Zukunft zu blicken, falls ein Angebot eintraf, das er nicht ablehnen konnte.“

          Hoyle lobte Siewert für „seinen Ehrgeiz und eine starke Philosophie.“ Daher habe die Aufgabe des Klubs in den letzten Tagen darin bestanden, den BVB von der Freigabe zu überzeugen – was am Montag geschah. „Nach reiflicher Überlegung haben wir dem Wunsch von Jan Siewert entsprochen, mit dem Wechsel nach England seinen nächsten Entwicklungsschritt als Trainer machen zu können“, erklärte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

          Siewert ist der vierte Trainer des BVB, der innerhalb weniger Jahre nach England geht. Wagner hatte die Dortmunder zweite Mannschaft von 2011 bis 2015 trainiert. Zuvor waren auch Jürgen Klopp (zum FC Liverpool) und Siewerts Vorgänger Daniel Farke (Norwich City) gen England gezogen. Für Siewert soll der BVB 300.000 Euro Ablöse erhalten. Siewerts Nachfolge in der U 23 des BVB übernimmt interimsmäßig Alen Terzic. Wagner hatte Huddersfield von der dritten Liga in die Premier League geführt und dort in der vergangenen Saison den Klassenerhalt geschafft. Nach dem Sturz ans Tabellenende verkündeten beide Seiten am 14. Januar die einvernehmliche Trennung. Drei Tage später verließ auch der deutsche Sportdirektor Olaf Rebbe, zuvor beim VfL Wolfsburg, den Klub in beiderseitigem Einvernehmen.

          Siewert tritt in Huddersfield trotz der prekären Ausgangslage mit nur zwei Siegen aus 23 Ligaspielen in große Fußstapfen – und er muss erst einmal ein „Problem“ abseits des Rasens beheben: Am Samstag noch im Spiel der Terriers gegen Meister Manchester City (0:3) hatte ein englischer TV-Reporter den City-Fan Martin Warhurst für Seiwert gehalten und vor laufenden TV-Kameras angesprochen. Die Szene wurde ein viraler Hit, Warhurst (“Martin from Wakefield“) zu einer Kurzzeit-Berühmtheit auf der Insel. Das blieb auch Huddersfield Town nicht verborgen. Der Klub inszenierte die Verpflichtung Siewerts am Montagnachmittag in einem launigen Video, in dem der „Neue“ seinen Doppelgänger aus dem Büro des Huddersfield-Teammangers verdrängte.

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