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Kurioses vom Fußball : Italienische Liga verbietet Tragen von grünen Trikots

  • Aktualisiert am

So darf Europameister Ciro Immobile für Lazio Rom bald nicht mehr auflaufen. Bild: Picture-Alliance

Rote Karte für grüne Trikots: Die Serie A verbietet ihren Klubs von 2022 an das Tragen dieser Farbe. Das stellt einige Teams vor Probleme. Torhüter und Schiedsrichter sind allerdings ausgenommen.

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          Der Fußball ist durchaus bekannt für alle möglichen Statistiken. Vor der Europameisterschaft wurde zuletzt erst untersucht, welche Farbe die Trikots der Titelträger hatten. Das Ergebnis: Sechs Mal hatte der Europameister rote Trikots an, je vier Mal blaue und weiße und einmal ein orangenes. Italien holte sich den Titel in blau und bestätigte den Trend, dass man am besten rot, blau oder weiß trägt.

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          In der italienischen Serie A haben die Mannschaften natürlich nicht nur blaue Shirts an. Doch eine Farbe wird schon bald fehlen: Die Liga verbietet ihren Klubs grüne Trikots von der Saison 2022/23 an. Laut den neuen Regeln, die auf der offiziellen Website veröffentlicht wurde, dürfen Fußballspieler auf dem Spielfeld ab der übernächsten Spielzeit keine grünen Trikots mehr tragen.

          Dies soll verhindern, dass die Spieler bei TV-Übertragungen insbesondere auf kleinen Endgeräten nur schwer vom grünen Rasen zu unterscheiden sind. Torhüter und Schiedsrichter, die nicht in der Masse der Feldspieler auflaufen, können weiterhin mit grünem Dress auflaufen. Das Verbot macht Klubs wie Sassuolo Calcio oder US Avellino zu schaffen, die grün als Vereinsfarbe haben. Auch Lazio Rom trug die Farbe zuletzt als Ausweichtrikot.

          Grüner Pass soll Tifosi helfen

          Doch nicht alles, was grün ist, ist schlecht in Italien: Ein grüner Pass soll den Tifosi in der neuen Saison wieder den Besuch von Spielen der Serie A in den Stadien ermöglichen. Der italienische Verband FIGC hat  von der Regierung die Wiedereröffnung der Arenen zum Start der Serie-A-Saison am 22. August mit einem entsprechenden grünen Pass gefordert.

          Ein dementsprechender Antrag wurde bei Sportstaatssekretärin Valentina Vezzali eingereicht. Nach dem EM-Triumph der Squadra Azzurra hofft der FIGC auf eine verstärktes Entgegenkommen der Politik. Auch in Deutschland ist die Diskussion über die Zulassung von Zuschauern zur neuen Saison  voll entbrannt. Vor allem doppelt Geimpften soll der Zugang zu den Stadien ermöglicht werden. Derzeit ist allerdings das Fassungsvermögen auf 25.000 Zuschauern gedeckelt.

          Seit vergangenem Oktober wurden keine Zuschauer mehr bei Serie-A-Spielen auf dem Apennin zugelassen. „Wir wollen den grünen Pass in unseren Stadien einsetzen. Wir wissen, dass es kompliziert ist, die Wiedereröffnung bei komplett besetzten Plätzen zu erreichen. Wir bitten aber um Unterstützung. Die Vereine sind in großen Schwierigkeiten“, sagte Verbandschef Gabriele Gravina.

          Es sei eine „Pflicht“ der Regierung, Lösungen zur Rettung der Serie-A-Klubs und des gesamten Fußballs zu finden. Italien diskutiert derzeit aufgrund der Delta-Variante über strengere Anti-Corona-Restriktionen.

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