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Italienischer Fußball : „Wir sind alle müde“

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Die Geste spricht Bände: Paulo Dybala von Juventus Turin. Bild: EPA

Juventus Turin unterliegt Udinese Calcio und verpasst die vorzeitige Meisterschaft. Trainer Sarri beklagt die Erschöpfung seines Teams. Dennoch stehen die Chancen zum Titelgewinn weiter gut.

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          Rekordchampion Juventus Turin muss seine Meisterfeier verschieben. Die Mannschaft um Weltfußballer Cristiano Ronaldo verlor am Donnerstagabend mit 1:2 (1:0) bei Udinese Calcio und könnte an den noch kommenden drei Spieltagen der Serie A noch von der Tabellenspitze verdrängt werden.

          Lazio Rom machte zum Abschluss des 35. Spieltags unterdessen die Teilnahme an der Champions League perfekt. Durch das 2:1 gegen Cagliari Calcio kann Stadtrivale AS Roma den früheren Club von Miroslav Klose nicht mehr von Platz vier verdrängen.

          Nach dem verpassten vorzeitigen Titelgewinn hat Juve-Trainer Maurizio Sarri die Erschöpfung seines Teams beklagt. „Zu diesem Zeitpunkt der Saison ist es schwer, wir sind alle müde“, sagte der Coach des Titelverteidigers. „Es ist kompliziert, mental und körperlich für 90 Minuten auf Ballhöhe zu bleiben. Die Spiele sind seltsam und das Momentum ändert sich sehr leicht“, erklärte Sarri. Vor allem die geistige Erschöpfung seiner Spieler sei groß.

          Nach einer langen Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie spielt die Serie A ihre Saison noch bis zum 2. August mit einem dicht gedrängten Programm vor leeren Rängen zu Ende. Im Anschluss ist Juve um Superstar Cristiano Ronaldo noch in der Champions League gefordert. Bereits am 7. August steht das Achtelfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon an. Im Hinspiel hatten die Franzosen noch vor der Saison-Unterbrechung 1:0 gewonnen. Das italienische Pokalfinale hatte Turin Mitte Juni gegen den SSC Neapel im Elfmeterschießen verloren.

          Danilo Luiz da Silva von Juventus Turin (links) im Zweikampf mit Ken Sema von Udinese Calcio.
          Danilo Luiz da Silva von Juventus Turin (links) im Zweikampf mit Ken Sema von Udinese Calcio. : Bild: Reuters

          Bei der Niederlage in Udine habe seine Mannschaft „unsauber“ gespielt, kritisierte Sarri. Der niederländische Nationalspieler Matthijs de Ligt (42. Minute) traf zur Führung für die Bianconeri, die ohne den zuletzt verletzten früheren Nationalspieler Sami Khedira antraten. Ilija Nestorovski (52.) und Seko Fofana (90.+2) drehten die Partie.

          Juventus hatte in der ersten halben Stunde Mühe mit der dicht gestaffelten Abwehr der Gastgeber, die mit sieben Punkten Vorsprung auf den 18. Tabellenplatz den Klassenerhalt nun fast sicher haben. Ronaldo verpasste mit einem Fernschuss die Führung knapp (26.). De Ligt machte es dann aus gut 35 Metern mit einem flachen Rechtsschuss besser. Kurz nach dem Wiederanpfiff traf Nestorovski mit einem schönen Flugkopfball. Die Turiner taten sich in der Folge schwer, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, was Fofana mit dem Siegtreffer bestrafte.

          Der Vorsprung von Juve auf Atalanta Bergamo beträgt allerdings weiterhin beruhigende sechs Punkte, Inter Mailand ist sieben Zähler zurück. Patzen beide Verfolger, könnte Turin frühestens am Samstag nach dem nächsten Inter-Spiel die neunte Meisterschaft in Serie feiern. In jedem Fall gewinnt Juventus den insgesamt 36. Scudetto mit einem Sieg am Sonntagabend gegen Sampdoria Genua.

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