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Rassismus und Gewalt : Der schlimme Zustand des italienischen Fußballs

Drogenschmuggel, versuchte Erpressung, Haftstrafen: Dem Anfang August erschossenen Piscitelli, unter dem Spitznamen „Diabolik“ Ultra-Chef der „Irriducibili“, huldigen Fans von Lazio Rom. Bild: Picture-Alliance

Während Italiens Fußball den Neubau zerfallender Stadien plant, setzen sich Gewalt und Diskriminierung fort. Die spezielle Behandlung mancher Fan-Gruppen durch Vereine erscheint als eine Art Schutzgeldzahlung.

          7 Min.

          Wer sich über Baupläne beugt, sieht erwartungsvoll in die Zukunft, ist im Aufbruch. Selten wurden im italienischen Fußball so viele Baupläne präsentiert wie dieser Tage. Die Simulationen der Projekte sind bunt und beeindruckend. Sie atmen den Geist von Fortschritt, Wachstum und Zuversicht.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          In Mailand soll das altehrwürdige Giuseppe-Meazza-Stadion abgerissen werden und einem Neubau weichen. Eine Machbarkeitsstudie und zwei Entwürfe für Arenen nach den Erfordernissen und Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts haben die beiden Stadtklubs Inter Mailand und AC Milan jüngst gemeinsam vorgelegt. Geplant sind Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Nicht nur für das neue Stadion, das wie das alte im Stadtteil San Siro im Westen Mailands entstehen und 60 000 Zuschauern überdachte Sitzplätze bieten soll; sondern auch für einen Einkaufs- und Sportdistrikt samt Bürogebäuden und Hotel in der unmittelbaren Umgebung der Arena.

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