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Italien : Vieri zerrt Inter vor Gericht

  • Aktualisiert am

Viel Rummel um Vieri Bild: AP

Christian Vieri zieht gegen seinen ehemaligen Klub Inter Mailand vor Gericht. Der Stürmer hat vom italienischen Fußball-Verband die Erlaubnis erhalten, Klage gegen den Meister einzureichen.

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          Der frühere italienische Fußball-Nationalspieler Christian Vieri zieht gegen seinen ehemaligen Klub Inter Mailand vor Gericht. Der Stürmer hat vom italienischen Fußball-Verband die Erlaubnis erhalten, Klage gegen den Meister einzureichen, der ihn in den vergangenen Jahren bespitzelt hatte.

          Der Verband stellte fest, daß Inter Artikel 27 des Statuts verletzt habe, der Klubs Lauschangriffe und Bespitzelungen der Spieler verbietet. Die Telefongespräche Vieris seien abgehört worden, um dessen Leben außerhalb des Spielfelds auszuspionieren. Das hatte Inter-Chef Massimo Moratti kürzlich zugegeben. Vieri wurde mit Hilfe einer Privatdetektei mit Verbindungen zur Telecom Italia bespitzelt.

          Harter Schlag für Inter

          Moratti erklärte inzwischen, sich dafür bei dem Torjäger entschuldigen zu wollen. Vieri will allerdings die Telecom Italia und den Klub auf Schadenersatz verklagen. Moratti droht wegen der Affäre eine dreimonatige Sperre als Vereinsfunktionär.

          Die Staatsanwaltschaft will in Zusammenhang mit der Abhöraktion weitere Inter-Verantwortliche vernehmen, darunter Vizepräsident Carlo Buora, der auch ein hochrangiger Verantwortlicher der Telecom Italia ist, sowie den zweiten Vizepräsidenten Riccardo Ghelfi. Er soll die Lauschangriffe auf Vieri bezahlt haben.

          Die Affäre ist ein harter Schlag für den Verein, der bisher als einziger sauberer großer Klub nach dem Manipulationsskandal galt. „Ich bin stolz, ein Inter-Fan zu sein“, lautete die Werbekampagne, die auf die Ehrlichkeit des Klubs setzte. Nach dem Lauschangriff ist dieses Image schwer angekratzt.

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