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Fifa-Präsident Infantino : „Das sprengt die Dimension Blatter“

„Eskalation der Machenschaften“: Fifa-Präsdent Gianni Infantino steht mal wieder in der Kritik. Bild: dpa

Eitles Machtgehabe, Desinformation und Intransparenz treiben neue Blüten bei der Fifa. Nun positionieren sich die Gegner von Präsident Gianni Infantino. Sie haben ein ganz konkretes Ziel.

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          Die seit Monaten um den Internationalen Fußball-Verband (Fifa) kursierenden Spekulationen über milliardenschwere Investoren, neue Wettbewerbe und einen Ausverkauf des weltumspannenden Sports an bislang unbekannte Geldgeber auch aus Saudi-Arabien lenken einmal mehr die Aufmerksamkeit auf das umstrittene Wirken des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino. „Nachdem er die politische Herrschaft innerhalb der Fifa als neuer Diktator übernommen hat, will Infantino jetzt auch nach den Finanzen der Fifa greifen. Das sprengt sogar die Dimension Blatter“, sagte der Schweizer Korruptionsbekämpfer und ehemalige Fifa-Reformbeauftragte Mark Pieth der F.A.Z.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wie zu erfahren ist, gibt es unter maßgebenden Vertretern des europäischen Fußballverbandes (Uefa) Bestrebungen, die Wiederwahl des Schweizers Infantino Mitte nächsten Jahres an der Spitze der Fifa zu verhindern. Von einer „Eskalation der Machenschaften“ ist die Rede. Offiziell äußern will sich die Uefa auf Anfrage nicht. Das Verhältnis zwischen Infantino und dem Uefa-Chef Aleksander Ceferin gilt als zerrüttet. Angeblich plant der Slowene in dieser Woche eine abermalige Positionierung der Europäer gegen den Fifa-Präsidenten. Zuletzt sei es während einer Zusammenkunft des Fifa-Council in der ruandischen Hauptstadt Kigali fast zum Eklat und der vorzeitigen Abreise der europäischen Vertreter im höchsten Fifa-Gremium gekommen.

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