https://www.faz.net/-gtl-pky5

Investor sagt ab : Dortmund erwartet „eiskalten Winter“

  • Aktualisiert am

Angeblich soll der Vertrag mit Meier nicht verlängert werden Bild: dpa

BVB-Präsident Rauball erwartet angesichts der ökonomischen wie sportlichen Kalamitäten seines Klubs einen "eiskalten Winter". Die Kapitalerhöhung in Höhe von 24 Millionen Euro soll bereits aufgezehrt sein.

          1 Min.

          Das unter schweren wirtschaftlichen Sorgen und einer hohen Verschuldung leidende Fußball-Bundesligaunternehmen Borussia Dortmund hat auf der Suche nach einem Partner für den geplanten Rückkauf des Westfalenstadions eine Option weniger.

          Das von der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA kontaktierte amerikanische Unternehmen Blackstone hat anscheinend kein Interesse mehr daran, beim Rückerwerb der an einen Immobilienfonds (Molsiris) im Sale-and-lease-back-Verfahren veräußerten Arena mitzuwirken. Auch wenn nach Auskunft von BVB-Geschäftsführer Michael Meier noch keine schriftliche Absage der Amerikaner vorliegt, rechnen die Dortmunder nicht mehr mit Blackstone. "Das ist nicht die letzte Hoffnung, die wir haben", sagt Meier und verweist auf Gespräche mit anderen Interessenten an einer wirtschaftlichen Zweckgemeinschaft mit dem BVB.

          Kapitalerhöhung wohl schon aufgezehrt

          Die Borussia, mit Verbindlichkeiten in Höhe von 118 Millionen Euro geplagt und durch hohe jährliche Mietzahlungen (16 Millionen Euro) an den jetzigen Stadionerwerber belastet, könnte nun wieder verstärkt auf eine Anleihe setzen, die ihr vom Londoner Investmentbanker Stephen Lloyd Schechter in Höhe von 126 Millionen Euro in Aussicht gestellt wird. Die Gespräche mit Schechter, sagt Meier, dauerten an. Auch die Gründung einer Stadiongesellschaft, an der Borussia Dortmund einen Minderheitsanteil hielte, wird nach wie vor geprüft.

          Der Dortmunder Vereinspräsident Reinhard Rauball erwartet angesichts der unvermindert großen ökonomischen wie sportlichen Kalamitäten seines Klubs jedenfalls einen "eiskalten Winter". So ist die Rede davon, daß die Anfang Oktober erfolgte Kapitalerhöhung in Höhe von 24 Millionen Euro schon aufgezehrt sei, die kurzfristigen Verbindlichkeiten des BVB sich auf 25 Millionen Euro, die bereits fälligen auf 9 Millionen Euro beliefen - Zahlen, die Meier nicht bestätigt.

          Gerüchten, nach denen der Präsidialausschuß des Vereins den zum 30. Juni 2005 auslaufenden Vertrag mit Meier nicht verlängern wolle, begegnet der Geschäftsführerkollege des früheren Borussia-Präsidenten Gerd Niebaum mit der Bemerkung: "Der Verein hat momentan größere Sorgen als die Personalie Michael Meier." Er kenne von seiten der Klubgremien keine "massive Kritik, die darauf deutet, daß man mir diesen Job nicht mehr zutraut".

          Weitere Themen

          Portugal ist Gegner im Spiel um Platz fünf

          Handball-EM : Portugal ist Gegner im Spiel um Platz fünf

          Deutschland ist schon vor dem letzten Gruppenspiel sicher für das Spiel um Platz fünf qualifiziert. Der Gegner steht nun auch fest. Portugal ist nach einer Niederlage gegen Slowenien Dritter der Parallelgruppe. Slowenien ist vierter Halbfinalist.

          Borussias neuer „Heiland“? Video-Seite öffnen

          Haaland vor Heimdebüt : Borussias neuer „Heiland“?

          Der junge Stürmer aus Norwegen wird von vielen BVB-Fans beim öffentlichen Training beobachtet – sein Debüt am Wochenende hat große Hoffnungen geweckt. Ist Erling Haaland der neue „Heiland“ für die Borussia?

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.