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Schlussphase der Qualifikation : Der spannende Kampf um die EM-Tickets

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Belgien mit Romelu Lukaku (links) und Kevin de Bruyne ist schon fast sicher bei der EM 2020. Bild: AP

In der EM-Qualifikation stehen erste Entscheidungen an. Fast ein Dutzend Teams hat Chancen, sich vorzeitig für die Euro 2020 zu qualifizieren. Zwei von ihnen fehlt nur noch ein Sieg. Die Lage in der deutschen Gruppe ist komplizierter.

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          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss sich noch gedulden. Frühestens am vorletzten Spieltag in der Partie am 16. November in Mönchengladbach gegen Weißrussland kann die EM-Qualifikation gesichert werden. Andere Teams sind wohl schneller dran. Belgien könnte sich als erstes Team qualifizieren. Ein Überblick über das Geschehen in den zehn Qualifikationsgruppen vor dem Oktober-Doppelspieltag, der an diesem Donnerstag beginnt:

          Gruppe A: England (12 Punkte) kann sich mit einem Sieg in Tschechien (11.10.) die EM-Teilnahme sichern. Der fünfte Sieg im fünften Spiel würde in der Fünfergruppe sicher reichen. Ein weiterer Erfolg beim abgeschlagenen Bulgarien (2) am 14. Oktober brächte sogar sicher Platz eins. Tschechien (9) und Kosovo (8) haben noch Chancen auf das zweite Ticket, das direkte Duell steigt am 14. November in Pilsen.

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          Gruppe B: Die Ukraine (13) wäre mit einem Sieg und einem Unentschieden aus den Spielen gegen Litauen (11.10.) und Portugal (14.10.) sicher bei der EM dabei. Gelingen zwei Siege, ist auch der Gruppensieg fix. Portugal (8) hat seinen Fehlstart mit zwei Remis wieder wettgemacht, aber Serbien (7) lauert auf Platz drei.

          Gruppe C: Eine Entscheidung im Dreikampf zwischen Deutschland (12), Nordirland (12) und Holland (9) fällt erst im November. Gruppensieger kann die DFB-Elf wegen des direkten Vergleichs nur noch werden, wenn Holland einmal gegen Nordirland (10.10./16.11.) oder einen Außenseiter strauchelt. Bei Siegen gegen Estland (13.10.) und Weißrussland (16.11.) ist die Quali für das Löw-Team so gut wie sicher.

          Gruppe D: Im Dreikampf mit Dänemark (9) und der Schweiz (8) haben die Iren (11) gute Karten, aber auch ein schweres Programm. Mit Siegen in Georgien (12.10.) und bei den Eidgenossen (15.10.) wäre das EM-Ticket schon fix. Spannend wird das direkte Duell zwischen Dänemark und der Schweiz (12.10.) um Platz zwei.

          Gruppe E: Gleich vier Teams machen sich noch Hoffnung auf die zwei Tickets. Kroatien (10) ist bei der EM sicher dabei, wenn Ungarn (10.10.) und Wales (13.10.) bezwungen werden. Auch die Slowaken (9) sind noch gut im Rennen, ihr Duell mit Wales (6) an diesem Donnerstag dürfte wegweisend in der Gruppe sein. Schafft Ungarn (9) nicht über die Qualifikation die EM-Teilnahme, hat Deutschland 2020 sicher drei Vorrunden-Heimspiele in München.

          Gruppe F: Spanien (18) ist die EM-Qualifikation quasi nicht mehr zu nehmen. Bei einem Sieg in Norwegen (12.10.) und einem Ausrutscher der Rumänen (10) gegen Färöer (12.10.) ist die Teilnahme fix. Aus eigener Kraft würde ein weiterer Sieg in Schweden (15.10.) reichen. Schweden (11), Rumänien (10) und Norwegen (9) sind in der Sechsergruppe Kandidaten für den zweiten Platz.

          Gruppe G: Polen (13) kann mit zwei Siegen in Lettland (10.10.) und gegen Nordmazedonien (13.10.) einen großen Schritt Richtung EM machen. Die Sechser-Gruppe hat es aber in sich. Auch Slowenien (11), Österreich (10), Israel (8) und Nordmazedonien (8) machen sich noch Hoffnungen. Nur Lettland (0) ist chancenlos. In Wien kommt es zum Duell (10.10.) zwischen Österreich und Israel mit Trainer Herzog.

          Gruppe H: Weltmeister Frankreich (15) kann sich in den Duellen mit Island (12) an diesem Freitag und der Türkei (14.10.) keine Ausrutscher mehr leisten. Im Idealfall können Franzosen oder Türken (15) sich mit zwei Siegen schon qualifizieren. Albanien (9) kann es nur mit Hilfe anderer Teams noch schaffen und sein Qualifikations-Wunder von 2016 wiederholen.

          Gruppe I: Belgien (18) kann praktisch schon für die Endrunde planen. Ein Heimsieg über San Marino (0) an diesem Donnerstag und die Roten Teufel sind als erstes Team sicher dabei. Auch Russland (15) ist klar auf EM-Kurs. Siege gegen Schottland (10.10.) und auf Zypern (13.10.) reichen. Schottland (6) liegt noch hinter Zypern (7) und Kasachstan (7) und muss wohl auf die Nations-League-Playoffs im März setzen.

          Gruppe J: Italien (18) hat sein WM-Trauma überwunden. Ein Sieg über das abgeschlagene Griechenland (5) am Samstag reicht. Finnland (12) peilt eine Turnierpremiere an. Wegweisend ist das Duell mit Armenien (9) am kommenden Dienstag.

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