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Deutsche Einzelkritik : Gündogan steuert – Havertz eine Augenweide

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Kai Havertz legte den Grundstein mit seinem Treffer zum 1:0. Bild: dpa

Das DFB-Team siegt in Armenien. Ter Stegen ist beim Gegentor machtlos. Neuhaus ist gleich an zwei Elfmetern beteiligt. Sané ist diesmal nicht so effektiv. Die deutschen Spieler in der Einzelkritik.

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          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch das letzte Länderspiel des Jahres gewonnen. Im WM-Qualifikationsspiel in Armenien kam die Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick zu einem 4:1 (2:0)-Erfolg. Die England-Profis Kai Havertz (15. Minute) und Ilkay Gündogan (45.+4/Foulelfmeter und 50.) sowie Jonas Hofmann (64.) trafen am Sonntag vor rund 13.000 Zuschauern in Eriwan für das längst für die Weltmeisterschaft 2022 in Qatar qualifizierte Team des Deutschen Fußball-Bundes. Dem früheren Dortmunder Henrich Mchitarjan (59.) gelang per Foulelfmeter der Treffer für die Gastgeber. Für Flick war es im siebten WM-Qualifikationsspiel der siebte Sieg.

          Fußball-Länderspiele

          Marc-André ter Stegen: Erst unterbeschäftigt, dann machtlos beim Elfmeter. Konnte seine Qualität als Backup von Neuer nicht demonstrieren.

          Thilo Kehrer: Seine Flexibilität ist sein großes Plus. Auch als rechter Außenverteidiger unaufgeregt und solide. Ein Gewinner unter Flick.

          Matthias Ginter: Auf den Gladbacher ist Verlass. Stand sicher in der Abwehr, ohne von den Armeniern ganz groß gefordert zu sein.

          Jonathan Tah: Gute Szenen im direkten Zweikampf. Allerdings sichtbare Tempo-Defizite. Für die WM bleibt er maximal Ersatzkandidat.

          David Raum: Beschränkte sich oft auf die Absicherung der linken Seite. Dabei wachsam. Den WM-Traum muss er sich in Hoffenheim erarbeiten.

          Florian Neuhaus: Im Zentrum nicht so präsent wie Gündogan. Ein Fehlpass (37.) brachte Gefahr. Holte Strafstoß heraus – und verursachte einen.

          Ilkay Gündogan: Die Schaltstelle im deutschen Spiel. Gewann viele Bälle. Erst sicherer Elfmeterschütze, dann mit Glück beim zweiten Treffer.

          Jonas Hofmann: Auch in der offensiveren Position auf der rechten Außenbahn ein Aktivposten. Gute Vorlage für Havertz, tolles Finish zum 4:1.

          Thomas Müller: Der Ersatzkapitän war viel in Bewegung und an gefährlichen Angriffen beteiligt, ohne diesmal selbst zum Abschluss zu kommen.

          Leroy Sané: Nicht so effektiv wie gegen Liechtenstein, aber immer in den gefährlichen Räumen unterwegs. Ein eigener Treffer gelang nicht.

          Kai Havertz: Technisch eine Augenweide. Spritzte immer wieder gut in die Flanken, traf erst den Außenpfosten, dann gelang das Führungstor.

          Julian Brandt: Bekam immerhin noch die Chance auf ein 30-Minuten-Comeback. Dabei ohne den großen Aha-Moment. Muss beim BVB dran bleiben.

          Maximilian Arnold: Mehr als sieben Jahre musste er auf sein zweites Länderspiel warten, nur drei Tage auf das dritte. Bleibt nur ein Backup-Kandidat.

          Lukas Nmecha: Durfte nach seinem Debüt gegen Liechtenstein gleich wieder als Joker ran. Agil über die rechte Seite mit einem guten Abschluss.

          Kevin Volland: Der Nachrücker kam in der Schlussphase noch zum Zug. Ein Schuss aus kurzer Distanz (80.) wurde gerade noch geblockt.

          Ridle Baku: Auch der dritte Wolfsburger neben Arnold und Nmecha sammelte noch ein paar Länderspiel-Minuten. Akzente setzen konnte er nicht.

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