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Nationalspieler Ilkay Gündogan : „Vorbildfunktion – das erwartet man natürlich auch von Funktionären“

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Der Trainerwechsel war also wirklich nötig für die Mannschaft? Weil sie einen neuen Impuls gebraucht hat?

Den Eindruck hat man jetzt zumindest. Es ist schwierig zu erklären, was in der vergangenen Hinrunde alles schiefgelaufen ist. In der Rückrunde haben wir dann ja schon gezeigt, dass wir Fußball spielen können, auch wenn es nicht immer konstant war. Aber nichtsdestotrotz ist die Entscheidung eben so gefallen. Jürgen Klopp ist in Liverpool, ich glaube, dass er dort glücklich ist, und wir sind es mit unserer sportlichen Entwicklung auch.

Tuchel gilt als Detailfreak, als Kopfmensch. Was hat er Ihnen persönlich mit auf den Weg gegeben?

Zum einen, dass er mich wieder richtig fit machen will, weil ich aus einer langen Verletzung kam und dann, in der Rückrunde, viel gespielt habe, obwohl ich natürlich noch nicht auf dem körperlichen Stand war, den ich für mein Spiel brauche. Das hatte ich mir selbst vielleicht auch ein bisschen leichter vorgestellt. Zum anderen ging es auch um Verbesserungen in meinem Spiel. Wir haben unterschiedliche Statistiken angeschaut und daraus den Blick geschärft, wo meine Stärken und wo meine Schwächen liegen.

Was waren denn Ihre Schwächen?

Es gab ein paar Punkte, die er deutlich angesprochen hat. Zweikampfschärfe, sich noch intelligenter verhalten, noch eher den Ball erobern wollen, den Körper richtig reinstellen ... um solche sehr spezifischen Dinge ging es. Wichtig ist aber vor allem, dass es ein offener Dialog mit dem Trainer ist. Er fragt mich nach meiner Einschätzung. Und ich kann auch auf ihn zugehen, wenn mir Spielsituationen auffallen, die ich nicht so perfekt finde, dann bespreche ich das kurz mit ihm am Spielfeldrand. Wir haben eine Top-Beziehung.

Kommt Ihnen sein Spielstil auch entgegen, so dass Sie selbst noch besser zur Geltung kommen?

Wir haben natürlich mittlerweile Ansätze in unserem Spiel entwickelt, die wir vorher nicht so hatten. Unter Thomas Tuchel spielen wir etwas dominanteren Fußball, wollen mehr den Ball haben und das Spiel kontrollieren und nicht dieses gewollte Chaos schaffen, wie es in den Jahren davor der Fall war, als wir unsere Gegner teilweise sehr erfolgreich überrumpelt haben. Jetzt gibt es einen anderen klaren Plan, jeder weiß, wo er zu stehen hat, jeder weiß, welchen Pass er zu spielen hat. Und gerade dieses Kurzpass- und Kombinationsspiel kommt mir natürlich sehr entgegen. Das heißt aber nicht unbedingt, dass man damit erfolgreicher ist. Man darf nicht vergessen, dass wir zwei Mal Meister geworden sind, Pokalsieger und im Champions-League-Finale standen. Ich selbst habe unter Jürgen Klopp eine wirklich tolle Ausbildung genossen und mich auch dank ihm zum Nationalspieler entwickelt.

Starker BVB in der Bundesliga: „Wir schauen gar nicht so sehr auf den ersten Platz“

Sie gelten als der Dortmunder Stratege - denken Sie viel nach auf dem Platz?

In vielen Momenten kann man gar nicht nachdenken, da lässt man der Intuition freien Lauf. Aber wenn es mal Phasen gibt, in denen es nicht so läuft, wenn die Abstände nicht mehr stimmen oder der Gegner es immer mehr schafft, in unseren Räumen zu spielen, mache ich mir natürlich schon Gedanken. Da scheue ich mich inzwischen auch nicht, den Dialog mit dem Trainer oder meinen Mitspielern zu suchen. Das war in meinen Anfangszeiten hier vielleicht noch nicht so der Fall.

Diese Kombination, das Intuitive und das Reflektierende, ist das Ihre besondere Stärke?

Kann sein, es ist auf jeden Fall keine schlechte Kombination. Manchmal denke ich vielleicht sogar ein bisschen zu viel nach. Aber insgesamt bin ich damit bis jetzt gut gefahren.

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