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DFB-Pokal-Achtelfinale : HSV hat leichtes Spiel gegen Nürnberg

  • -Aktualisiert am

Hamburger Jubellauf: Berkay Özcan (rechts) trifft, Lewis Holtby freut sich mit. Bild: dpa

Der Spitzenklub der zweiten Liga ist zu stark für das Kellerkind der Bundesliga: Die Hamburger sind überlegen, Nürnberg enttäuscht völlig. Eine junge Leihgabe trifft entscheidend.

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          Ein paar der „großen Namen“ haben dem Hamburger SV auch am Dienstagabend gefehlt. Aaron Hunt war nicht dabei. Pierre-Michel Lasogga fehlte. Gideon Jung pausierte. Doch die Mannschaft des Zweitliga-Tabellenführers, die da vor 48.000 Zuschauern im Volksparkstadion auf den 1. FC Nürnberg traf, erledigte diese Pokalaufgabe auch so alles in allem sehr souverän: 1:0 gewann der HSV gegen den Vorletzten der Bundesliga.

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          Das Tor des Abends schoss die Stuttgarter Leihgabe Berkay Özcan nach 54. Minuten, mit großer Unterstützung der Nürnberger Hintermannschaft. Der „Club“ blieb lange Zeit rätselhaft passiv und stellte womöglich einen neuen Pokal-Rekord auf, blieb Trainer Michael Köllners Mannschaft doch bis zur 87. Minute ohne Torschuss. So kann man nicht ins Viertelfinale des DFB-Pokals kommen. Das schaffte stattdessen der HSV, zum ersten Mal seit März 2017. Damals unterlagen die Hamburger in der Runde der letzten Acht Mönchengladbach.

          Der „Club“ als Favorit? Dieser Einschätzung des taschenkleinen Falthefts für Stadionbesucher namens „HSV live“ wollte Hanno Behrens nicht widersprechen. „Natürlich wollen wir weiterkommen. Wir wollen ein gutes Spiel zeigen, aggressiv auftreten und dann irgendwie in die nächste Runde kommen.“ Das „irgendwie“ hatte der Nürnberger Kapitän nicht näher definiert, aber nach 45 Minuten war klar, dass der fränkische Fußball ziemlich planlos war, also sehr „irgendwie“.

          Der HSV besaß den Ball häufig, konnte aber wenig mit ihm anfangen, weil Nürnberg sich sehr weit zurückzog und gar nicht mutig wie der Favorit auftrat. Tempo und Überraschendes fehlten wiederum auch Hamburg. Vom Etat und der nominellen Stärke ist ja eher der „Club“ ein Zweitliga-Vertreter und der HSV einer der Bundesliga. Die Nürnberger aber gaben den Ball fast schreckhaft ab, wenn sie ihn hatten – ein Spielkonzept war da überhaupt nicht zu erkennen: Schnell alle Mann hinter den Ball.

          Nach der Pause trat der HSV zielgerichteter auf und kam durch Özcan zum verdienten 1:0 in der 54. Minute. Die Nürnberger hatten gleich mehrfach verpasst, die Situation zu entschärfen. Noch weitere 25 Minuten wartete der „Club“, ehe er endlich so etwas wie Offensivbemühen zeigte. Zu Ishak hatte sich jetzt der eingewechselte Adam Zrelak gesellt. Doch es blieb auch in dieser Anordnung bei einem völlig ungefährlichen 1. FC Nürnberg.

          „Ein sehr verdienter Sieg des HSV. Wir haben nicht die Form auf den Platz gebracht, die wir uns vorgestellt hatten“, sagte der Nürnberger Trainer Michael Köllner. „Wir hatten zu große Probleme in unserem Spiel und haben eine große Chance liegengelassen. Das ist sehr, sehr bitter.“ Die Hamburger indes waren glücklich: „Wir haben heute alles richtig gemacht. Das Ziel ist es, nach Berlin zu kommen. Das war heute der erste Schritt“, sagte der frühere Kapitän Gotoku Sakai. Und Fiete Arp meinte: „Wir schauen mal, was das Los hergibt und gehen dann voller Zuversicht in die nächste Runde.“

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