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DFB Pokal am Montag : Hamburg quält sich in Runde zwei

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Die Freude beim HSV ist groß. Bild: dpa

Der Hamburger SV hat mit viel Mühe die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Hannover zittert sich in der Verlängerung in die nächste Runde – Sandhausen jubelt in Paderborn hingegen in der Nachspielzeit.

          Der SC Paderborn hat einen Coup im DFB-Pokal verpasst. Am Montag unterlag die Mannschaft von Trainer René Müller in der ersten Runde dem Zweitligaklub SV Sandhausen mit 1:2 (0:1). In Paderborn gelang Tim Kister der Siegtreffer für Sandhausen erst in der Nachspielzeit (90.+1 Minute). Zuvor war Richard Sukuta-Pasu (18./Foulelfmeter) erfolgreich für die Gäste. Für Paderborn traf Sven Michel (50.).

          Die Hausherren, die einen Fehlstart mit drei Niederlagen in den bisherigen vier Punktspielen verdauen mussten, begannen engagiert. Michel (4.) konnte die erste Torchance der Ostwestfalen aber nicht nutzen. Sandhausen spielte effektiver: Nach einem Zweikampf zwischen Paderborns Verteidiger Thomas Bertels und Sukuta-Pasu verwandelte der SVS-Angreifer den folgenden Strafstoß souverän.

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          Sandhausen konnte an den ersten beiden Zweitliga-Spieltagen nur einen Punkt holen und vermied auch nach der Führung das Risiko. Paderborn spielte mit Leidenschaft und wurde durch Michels Treffer zum Ausgleich belohnt. Kurz vor dem Abpfiff nutzte Kister jedoch einen Freistoß per Kopf zum glücklichen Siegtreffer der Gäste.

          Hamburger SV verhindert frühes Pokal-Aus

          Der Hamburger SV hat eine neuerliche Pokal-Blamage verhindert und steht nach einem mühevollen 1:0 (0:0) über Drittligist FSV Zwickau in der 2. DFB-Pokal-Runde. 10 134 Zuschauer sahen bei der Stadioneröffnung der neuen Zwickauer Arena einen leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber, der in der 70. Minute durch den eingewechselten Alen Halilovic in Rückstand geriet.

          Die Freude beim HSV ist groß.

          Der HSV war vor dem Gastspiel beim sächsischen Drittliga-Aufsteiger gewarnt. Zum einen, weil er vor einem Jahr in der ersten Runde beim FC Carl Zeiss Jena und damit bei einem ebenfalls unterklassigen Verein gescheitert war. Zum anderen, weil Zwickau, wenn es denn im DFB-Pokal startberechtigt war, ebenfalls schon für Furore gesorgt hatte. 1996 warf man den 1. FC Köln aus dem Wettbewerb.

          Entsprechend hatte HSV-Trainer Bruno Labbadia seine Schützlinge eingestellt. Die Hamburger hatten das Spiel von der ersten Minute an im Griff, versäumten es jedoch, die zurückhaltenden Gäste schnell zu schocken. Die beste Gelegenheit dazu hatte Nicolai Müller, der nach 56 Sekunden an Zwickaus Torhüter Johannes Brinkies scheiterte. Und damit ein kleines Privatduell eröffnete, in dem Zwickaus Schlussmann in der ersten Halbzeit stets der Sieger blieb.

          Rund 20 Minuten brauchten die Gastgeber, um sich etwas zu befreien und das Geschehen ins Mittelfeld zu verlegen. Größere Möglichkeiten blieben jedoch bis unmittelbar vor der Pause aus. Erst in der 44. Minute verpasste FSV-Kapitän Toni Wachsmuth eine scharf getretene Ecke nur knapp. Immerhin aber war es ein Zwickauer, der fast zum Torerfolg gekommen wäre. Patrick Göbel köpfte nach 36 Minuten unbedrängt an den Pfosten des eigenen Tores, den Nachschuss von Michael Gregoritsch parierte der bärenstarke Brinkies. Er war auch gegen Gotoku Sakai in der 45. Minute auf dem Posten, als dieser plötzlich frei vor ihm auftauchte.

          Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten den Gastgebern, die die Hamburger in deren Hälfte beschäftigten und kaum Entlastung zuließen. Allein die Effektivität ließ zu wünschen übrig, René Adler im HSV-Tor hatte nur wenig Arbeit.

          Nach vorn funktionierte beim HSV aber auch nichts. Erst ein kapitaler Ballverlust von Nils Miatke im Mittelfeld eröffnete den Norddeutschen die Chance zur Führung, die Halilovic konsequent nutzte. Das lähmte die Gastgeber. Wood traf nur den Pfosten (75.), Gregoritsch scheiterte mit dem Abpraller abermals an Brinkies. Danach begann die Zwickauer Schlussoffensive. Wachsmuth hatte nach 80 Minuten aus Nahdistanz per Kopf die große Ausgleichschance, die Adler mit einem Reflex vereitelte.

          Erst in der Verlängerung kann Hannover gegen den ewigen Pokalschreck Offenbach gewinnen.

          Hannover 96 hat den ewigen Pokalschreck Kickers Offenbach erst durch ein Tor in der letzten Sekunde der Verlängerung besiegt und mit viel Glück die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Salif Sané verwandelte am Montagabend in der 121. Minute einen Handelfmeter, als der Bundesliga-Absteiger beim finanziell schwer angeschlagenen Traditionsverein aus der Regionalliga Südwest mit 3:2 (2:2, 2:1) nach Verlängerung gewann.

          Neuzugang Martin Harnik hatte den Favoriten schon früh in Führung gebracht und danach auch das 2:0 durch Felix Klaus (22.) vorbereitet. Vor 10 573 Zuschauern kamen die Kickers zunächst in der 29. Minute zum Anschlusstreffer und nach einer Roten Karte für Hannovers Waldemar Anton (48./Notbremse) auch direkt zum Ausgleich (49.). Beide Tore erzielte Serkan Firat. Doch auch der OFC spielte nach einer Gelb-Roten Karte für Kristian Maslanka (61.) lange Zeit nur zu zehnt.

          Siegtor in der Verlängerung

          Die Offenbacher hatten zuvor seit 2010 sieben Erst- und Zweitligisten aus dem Pokal geworfen - darunter Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und den FC Ingolstadt. Die 310 000 Euro Garantieeinnahmen für das Erreichen der 2. Runde hätte der DFB-Pokalsieger von 1970 auch diesmal sehr gut gebrauchen können. Der OFC sucht zurzeit noch nach weiteren Einnahmequellen, um seinen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wieder zurückziehen zu können.

          Spielerisch war der Aufstiegsfavorit der Zweiten Liga den Kickers von Beginn an überlegen. Der Außenseiter glich das aber durch Kampfgeist und viel Laufarbeit aus. In der Verlängerung hatte Matthew Taylor sogar die große Chance zum Sieg für den OFC (96.).

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