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„Das ist unbeschreiblich“ : Ein Pokalheld namens Lasogga

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Jubel im gegnerischen Stadion: Pierre-Michel Lasogga schoss den Hamburger SV beim SC Paderborn ins Pokal-Halbfinale. Bild: EPA

Erstmals seit 2009 steht der Hamburger SV wieder im Halbfinale des DFB-Pokals und das in seiner ersten Saison als Zweitligaklub. Doch auf seinen Torjäger war wieder einmal Verlass. Nun hat der Trainer eine Hoffnung.

          Dritter Einsatz, drittes Spiel mit zwei Treffern – auf dem Weg ins erste Halbfinale im DFB-Pokal seit 2009 war Pierre-Michel Lasogga für den Hamburger SV wieder der entscheidende Mann. Beim 2:0 (0:0) am Dienstag beim Zweitliga-Konkurrenten SC Paderborn erzielte der Torjäger des HSV beide Tore (54./68.) und lässt den im vergangenen Sommer erstmals aus der ersten Liga abgestiegenen Bundesliga-Dino plötzlich vom Pokal-Endspiel in Berlin träumen. FAZ.NET zeigt die wichtigsten Schlagwörter zum Spiel:

          DFB-Pokal
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          Mister DFB-Pokal: Sechs Tore hat Lasogga nun im laufenden Pokal-Wettbewerb geschossen, so viele wie kein anderer Spieler. Und das, obwohl er im Achtelfinale gegen den 1. FC Nürnberg (1:0) verletzungsbedingt gefehlt hatte. Doch wie schon in der ersten Runde bei TuS Erndtebrück (5:3) und danach beim SV Wehen Wiesbaden (3:0) traf er auch in Paderborn zweimal. „Das ist unbeschreiblich. Es war ein außergewöhnlicher Abend. Ich stehe das erste Mal in meiner Karriere im Halbfinale. Das habe ich nicht mal als Bundesligist geschafft“, sagte der 27-Jährige. Auf die Frage, ob Lasogga nun „Mister DFB-Pokal“ sei, sagte Trainer Hannes Wolf schmunzelnd: „Wenn er das noch zweimal macht, wäre er das auf jeden Fall.“ Mehr als sechs Tore in einer Pokal-Saison erzielte zuletzt der frühere Nationalspieler Thomas Müller vom FC Bayern mit acht Treffern in der Spielzeit 2013/14.

          Kein Hoyzer: Vor dem Spiel waren wieder Erinnerungen an Robert Hoyzer hochgekommen. Denn es war das erste Pokal-Duell zwischen Paderborn und dem HSV seit jenem von 2004, das Hoyzer zugunsten der Ostwestfalen verschoben hatte. Damals hatte der HSV auch 2:0 geführt. Diesmal ging alles mit rechten Dingen zu und das Spiel endete so.

          Papa ist zurück: Und plötzlich war er wieder da: Elf Monate hat HSV-Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos kein Pflichtspiel absolvieren können. Am Dienstag kam er wieder zum Einsatz – und das gleich für 90 Minuten. Nach den Trainings-Eindrücken sei klar gewesen, dass der Grieche nach ausgeheiltem Knorpelschaden im Knie spielen solle, sagte Wolf. Dass Papadopoulos durchspielt sei zwar nicht zwingend geplant gewesen, „aber er wollte nicht raus und ich wollte ihn nicht zwingen. Jetzt hoffe ich nur, dass er gut rausgekommen ist.“

          Ostwestfälischer Frust: Es waren zwei außergewöhnliche Pokal-Saisons für den SC Paderborn, doch die Krönung blieb versagt. Zum zweiten Mal in Serie – im Vorjahr als Drittligaklub, nun als Zweitligaverein – stand der SCP unter den besten acht Teams, doch abermals verpassten die Ostwestfalen den ersten Einzug ins Halbfinale ihrer Vereinsgeschichte. „Wir wären gerne weitergekommen, aber die bessere Mannschaft steht im Halbfinale“, sagte Paderborns Trainer Steffen Baumgart fair. Auf die Frage, ob diese Niederlage wegen der realistischeren Halbfinal-Chance noch mehr schmerze als die im Vorjahr beim 0:6 gegen den FC Bayern München, sagte Baumgart lapidar: „Niederlagen schmerzen immer.“ Als Vierter mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz mischt Paderborn aber noch im Aufstiegsrennen der Liga mit.

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