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Eckels Erbe wird versteigert : Berner Heldenschuhe unter dem Hammer

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Wird versteigert: Horst Eckels Fußballschuh von der Weltmeisterschaft 1954 Bild: dpa

Der Nachlass von Fußball-Weltmeister Horst Eckel wird versteigert. Seine Tochter verteidigt die Auktion. Der Erlös soll der Pflege ihrer Mutter zugute kommen.

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          Er war der Jüngste im deutschen Weltmeistermannschaft von 1954. Und er war der letzte Lebende der „Helden von Bern“. Horst Eckel war am 3. Dezember 2021 im Alter von 89 Jahren in Landstuhl gestorben. Jetzt versteigert seine Tochter Dagmar das fußballerische Erbe ihres Vater, der in seinem Heimatdorf Vogelbach begraben liegt. Das Geld soll für die Pflege von Eckels schon lange erkrankter Witwe Hannelore (85) verwendet werden. Es falle ihr nicht leicht, sagte Dagmar Eckel, bezeichnete die angekündigte Auktion aber als unausweichlich.

          „Ich kann Kritik nicht verhindern. Es ist sehr emotional für mich und eine Sache des Stolzes“, sagte Dagmar während einer Pressekonferenz am Dienstag: „Mich kann Negatives aber nicht erschüttern. Ich kann es nicht stemmen, ich muss die Dinge verkaufen“. Sie habe „ein reines Gewissen.“

          Der Nachlass des Fußball-Weltmeisters soll am 9. November bei einer sogenannten Privatauktion des Agon-Verlags versteigert werden. „Der Wunsch der Familie Eckels ist es, dass die Sammlung komplett von einem öffentlichen Museum, Archiv oder Privatsponsor übernommen wird und die umfangreiche historische Sammlung sachgerecht archiviert, gesichert und somit öffentlich zugänglich gemacht werden kann", so das Auktionshaus in der Mitteilung. Deshalb werde die Sammlung komplett für einen Startpreis von 280.000 Euro angeboten. Sollte das Erbe der Fußball-Ikone des 1. FC Kaiserslautern mit über 500 Einzelstücken bei dieser Auktion nicht wie gewünscht komplett an einen Bieter gehen, werden die Stücke zehn Tage später noch einmal einzeln angeboten.

          Der Spielerpass von der WM 1954
          Der Spielerpass von der WM 1954 : Bild: dpa

          „Alles geht den Weg nach dem Willen meines Vaters. Papa hat gesagt 'Gegenstände sind Gegenstände und Menschen sind Menschen'. Es geht darum, die Zukunft meiner Mama zu sichern“, sagte Dagmar Eckel. Die nötigen Umbauarbeiten am elterlichen Haus bezeichnete sie große Aufgaben. „Es ist wohl durchdacht und der richtige Weg für die Familie. Jeder finanzielle Hintergrund schwindet irgendwann. Es wird nicht mehr reichen. Das Geld aus der Versteigerung landet komplett auf dem Konto meiner Mutter.“

          Dagmar Eckel hat nach eigener Aussage den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den FCK vorab informiert. „Ich wollte eine ehrliche Art und Weise“, sagte siel. Zu den Stücken der Versteigerung gehört auch Eckels Finaltrikot von 1954 (3:2 in Bern gegen Ungarn), das derzeit noch im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund ausgestellt ist. Dagmar Eckel hat den bis 2025 laufenden Leihvertrag mit dem Fußballmuseum gekündigt. „Herzensstücke“, wie Briefe des damaligen Bundestrainers Sepp Herberger, sollen nicht in die Versteigerung gehen.

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