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Hooligans : Strenge Sicherheitsvorkehrungen in der Slowakei

  • Aktualisiert am

Mehr als 50 Festnahmen gab es im März in Slowenien Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Fünf Monate nach den Ausschreitungen deutscher Hooligans in Slowenien will der Deutsche Fußball-Bund zusammen mit der Polizei ähnliche Vorfälle beim Länderspiel in der Slowakei vermeiden. Für deutsche Anhänger wurden nur 560 Karten verkauft.

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          Fünf Monate nach den schweren Ausschreitungen deutscher Hooligans in Slowenien hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Zusammenarbeit mit der Polizei Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorfälle am Samstag beim Länderspiel in der Slowakei (20.00 Uhr/Live im ZDF und im FAZ.NET-Liveticker) zu vermeiden.

          Nach Erkenntnissen der deutschen Sicherheitsbehörden ist im Spielort Bratislava mit mehreren hundert gewaltbereiten Problemfans zu rechnen. Mit Ausreiseeinschränkungen und Meldeauflagen am Spieltag für besonders gewaltbereite Fans sollen diese schon an der Anreise gehindert werden.

          Nur 560 deutsche Anhänger

          „Wir sind über einen so genannten Lagebericht ständig über den aktuellen Stand informiert. Die Sicherheitsvorkehrungen sind getroffen in Zusammenarbeit mit den slowakischen Gastgebern. Weitere Details zu den Vorkehrungen werden nicht bekannt gegeben“, sagte DFB-Sprecher Harald Stenger am Mittwoch in Berlin. Vor Ort sollen die Kontrollen auf Flughäfen, Bahnhöfen und Zufahrtstraßen verstärkt werden.

          Nach Verbandsangaben sind 560 Eintrittskarten über den Fanclub Nationalmannschaft und organisierte Fan-Reisen an deutsche Anhänger verkauft worden. In Bratislava soll es - anders als bei der Partie im slowenischen Celje - zudem keine Tageskarten für Deutsche geben. Die Tickets erhalten die Zuschauer erst vor Ort bei Vorlage der Gutscheine bzw. des Personalausweises.

          „Alle Register“ zur Gewaltvermeidung gezogen

          Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Heribert Rech (CDU), hatte bereits am Dienstag vor einer Anreise deutscher Hooligans nach Bratislava gewarnt. Es würden „alle Register“ zur Gewaltvermeidung gezogen, sagte Rech. „Wer bereits mit Gewalttätigkeiten bei Sportveranstaltungen in Erscheinung getreten ist, hat als Hooligan bei dem Länderspiel in Bratislava nichts verloren“, betonte Rech.

          Auch im Bundesinnenministerium ist man vorbereitet. Bundesinnenminister Otto Schily wird selbst vor Ort sein und am Samstag anreisen. Auskünfte über zusätzliche Maßnahmen wollte das Ministerium allerdings nicht bekannt geben. Unter Leitung der bundesweiten Zentralen Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) beim Landeskriminalamt in Düsseldorf sei auch eine Delegation deutscher Polizeiexperten vor Ort, um die dortige Polizei bei Maßnahmen gegen Hooligans zu unterstützen.

          Mehr als 50 Festnahmen in Celje

          Celje dürfe sich nicht wiederholen, forderte Rech. Beim Länderspiel gegen Slowenien war es im vergangenen März zu den schwersten Ausschreitungen deutscher Hooligans seit der EM 2000 in Belgien und den Niederlanden gekommen. Mehr als 50 deutscher Randalierer waren vor, während und nach der Partie vorübergehend festgenommen worden. Hotels, Geschäfte und Teile des Stadions wurden verwüstet.

          Die Slowenen hatten die Lage unterschätzt, obwohl es bereits zuvor Warnungen von deutschen Sicherheitsstellen gegeben hatte. Während des Freundschaftsspiels waren unter anderem Leuchtraketen aus deutschen Fanblocks auf den Rasen geschossen und Sitze aus den Verankerungen gerissen worden. In der zweiten Spielminute mußte die Partie vom englischen Schiedsrichter Graham Poll sogar kurz unterbrochen werden.

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