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3:1 gegen Basaksehir : Hoffenheim rettet die Ehre der Bundesliga

  • Aktualisiert am

Die Erlösung: Benjamin Hübner hat getroffen Bild: Reuters

Erster Sieg für ein deutsches Team in der laufenden Europa-League-Saison, erster Europapokal-Erfolg für Hoffenheim: Die TSG wahrt durch einen Sieg über Basaksehir ihre Chance auf das Weiterkommen.

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          Die TSG Hoffenheim hat den ersten Sieg eines deutschen Teams in der Europa-League-Saison gefeiert. Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga bezwang am Donnerstagabend Istanbul Basaksehir mit 3:1 (0:0) und landete damit den ersten Vereinserfolg überhaupt auf internationaler Bühne. Abwehrspieler Benjamin Hübner (52. Minute), U21-Europameister Nadiem Amiri (59.) und Nico Schulz (75.) trafen vor 21 167 Zuschauern gegen den türkischen Vizemeister. Stefano Napoleoni (90.+3) erzielte den einzigen Treffer für die Gäste. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann wahrte ihre Chancen auf ein Weiterkommen.

          Durch den Triumph zog Hoffenheim in Gruppe C an Istanbul vorbei. Die TSG rettete zudem einen aus deutscher Sicht zuvor erneut enttäuschenden Europapokal-Abend. Der 1. FC Köln (0:1 bei Bate Borissow) und Hertha BSC (1:2 bei Sorja Luhansk) hatten ihre Duelle verloren und sind weiter sieglos.

          Europa League

          Hoffenheim brauchte einige Minuten, um gegen die körperlich robusten Gäste in die Partie zu finden. Nach zwölf Minuten setzte sich Amiri erstmals im Strafraum durch und prüfte Istanbuls Torwart Mert Günok. Kurz drauf schoss Kerem Demirbay einen Freistoß auf das Tornetz.

          Erdogans Klub

          Das vom türkischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan protegierte Basaksehir überließ den Hoffenheimern mehr und mehr die Spielkontrolle und zog sich in die eigene Hälfte zurück. Bei den Gästen fehlten der verletzte Star Emre Belözoglu sowie Emmanuel Adebayor, „Afrikas Fußballer des Jahres“ 2008. Das wollten die Kraichgauer nutzen. Die für Steven Zuber und Andrej Kramaric neu in die Starformation gerückten Pavel Kaderabek und Schulz machten auf den Außenbahnen viel Druck. Demirbay mit einem wuchtigen Distanzschuss (29.), der starke Amiri (31.) und Nationalspieler Sandro Wagner aus spitzem Winkel (32.) hatten weitere Möglichkeiten.

          Hoffenheim ließ allerdings wie zuletzt so oft zunächst die nötige Effizienz vor dem Tor vermissen. Das änderte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs. 1899 bestimmte weiter das Spiel, hatte mehr Ballbesitz und erarbeitete sich zahlreiche Freistöße und Ecken. Der insgesamt achte Eckstoß brachte das 1:0. Demirbay flankte punktgenau auf Hübner, der Verteidiger traf per Kopf.

          Drin: Das Führungstor für Hoffenheim Bilderstrecke
          Drin: Das Führungstor für Hoffenheim :

          Und Hoffenheim legte nach. Abermals war eine Demirbay-Flanke der Ausgangspunkt. Amiri nahm den Ball direkt und baute den Vorsprung aus. Die TSG hatte sichtlich Spaß am Offensivfußball. Die Gastgeber spielten weiter nach vorne und kamen durch den früheren Mönchengladbacher Schulz, der sein erstes Tor für seinen neuen Club erzielte, eine Viertelstunde vor dem Ende noch zu einem weiteren Treffer. Der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit von Napoleoni war nur noch eine Randnotiz.

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