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Fußballprofi Höwedes : Lieber Lastenfahrrad als Lamborghini

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Höwedes: „Bei Fußballstars dominieren Autos wie Sport- und Geländewagen die Parkplätze, an das Klima denken leider nur die wenigsten.“ Bild: dpa

Der frühere Nationalspieler Höwedes fordert ein Umdenken der Fußball-Profis beim Klimaschutz. „Die Anzahl der Pferdestärken“ ihrer Autos verwechselten viele noch immer „mit der Leistungsstärke des Spielers“.

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          Mit dem Auto? Zu Fuß? Nein, der ehemalige Fußball-Weltmeister Benedikt Höwedes bewegt sich am liebsten mit dem Rad. „Längst ist das Lastenfahrrad, was ich vor einiger Zeit mit meiner Frau gemeinsam kaufte, unser bevorzugtes Fortbewegungsmittel mit unserem Sohn“, schrieb der 31-jährige Abwehrspieler vom Champions-League-Teilnehmer Lokomotive Moskau in einer Kolumne beim Internet-Portal t-online.de. „Praktisch, schnell und die teilweise problematische Suche nach einem Parkplatz ist passé.“ Schöner Nebeneffekt: „Man spart die Knöllchen, die man sonst schnell bekommen kann.“

          Höwedes kritisiert im Zuge der Klimadebatte das Verhalten vieler Fußball-Profis, und die Bedeutung dicker Autos für seine Kollegen: „Bei Fußballstars dominieren Autos wie Sport- und Geländewagen die Parkplätze, an das Klima denken leider nur die wenigsten.“  In seiner Branche müsse ein Umdenken stattfinden, appellierte der ehemalige Schalker. „Doch aktuell ist es noch wichtiger, dass der Motor laut rattert, wenn man vom Trainingsgelände fährt, als alles andere.“

          Das Auto sei in einer Kleinstadt wie Haltern am See, wo der heute 31-Jährige aufgewachsen war, eine absolute Notwendigkeit gewesen. Doch nun sei das Auto „auf dem besten Wege von Deutschlands liebstem Kind zu einem Symbol für das 20. Jahrhundert zu verkommen“. Eine Ausnahme bildeten die Parkplätze von Bundesligaklubs, „wo innerhalb der Kabine die Anzahl der Pferdestärken oft noch mit der Leistungsstärke des Spielers verwechselt wird“.

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