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Einzelkritik : Vorne fehlt Kraft, hinten ein persönliches Waterloo

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Da strahlen sie noch: das deutsche Team verliert gegen Holland. Bild: AP

Gnabry ist torgefährlich, Kroos nervenstark. Aber in der Defensive müssen die Deutschen Lehrgeld bezahlen. Das deutsche Team in der Einzelkritik.

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          Manuel Neuer: Der Kapitän war von Beginn an wach - und das war auch nötig. Klärte mit den Fäusten gegen Depay (8.) und stark gegen Wijnaldum (56.). Bei den Gegentoren ohne Chance. - Note: 3

          Matthias Ginter: Hat sich im Dreierverbund einen Stammplatz auf der rechten Seite erkämpft. Lange solide, doch auch der Gladbacher griff bei den Gegentreffern nicht entscheidend ein. - Note: 4,5

          Niklas Süle: Der neue Abwehrchef hatte es bei Standards mit Oranje-Schrank van Dijk zu tun - und das ging vor dem 1:2 schief. Wurde auch bei den anderen Gegentreffern im Zentrum schmerzlich vermisst. Vor dem vierten Treffer verlor er den Ball. - Note: 5

          Jonathan Tah: Eine knappe Stunde ordentlich - dann erlebte der Leverkusener sein ganz persönliches Waterloo. Unglücklicher Ausrutscher vor dem 1:1, dann das Eigentor zum 1:2. Und auch am 2:3 war er beteiligt. - Note: 5

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          Lukas Klostermann: Schwacher Abschluss im Eins gegen eins vor dem 1:0, verhinderte Babels Flanke vor dem Ausgleich nicht. Muss sich deutlich steigern, um rechts zur Stammkraft zu werden. - Note: 4

          Joshua Kimmich: Sechser neben Kroos, leitete die Führung mit klugem Pass ein. Übertrieb es aber mit Gift und Galle, unnötige Gelbe Karte beim Bodycheck gegen de Ligt (35.). Ließ sich immer mehr von der Hektik anstecken. - Note: 4

          Toni Kroos: Als Chef im Mittelfeld aufgrund der anfangs eher defensiven Taktik als Arbeiter gefordert - stand ihm gut. War nach der Kunstpause im Juni körperlich voll da, beim Elfmeter zum 2:2 (73.) mit starken Nerven. - Note: 3

          Nico Schulz: Der Siegtorschütze aus dem Hinspiel verteidigte wie gewünscht sehr hoch und aggressiv, was manche Lücke klaffen ließ. Sowohl beim 1:1, als auch beim 1:2 nicht beherzt genug. Erzwang aber den Handelfmeter. - Note: 4

          Marco Reus: Ließ sich im äußerst variablen deutschen Dreizack wie Werner immer wieder fallen, holte Bälle, die sonst aus dem Mittelfeld kommen. Vorne fehlte ihm dann die Kraft. Musste frei vor Cillessen das 2:0 machen (42.). - Note: 4

          Serge Gnabry: "Gnabry spielt immer", sagte Löw vor dem Spiel - und der Münchner zeigte gleich, warum: Vollstreckte nach Klostermanns Fehlschuss eiskalt zur Führung (9.). Sein achtes Tor im neunten Länderspiel! Auch sonst quirlig und torgefährlich, baute aber ab. - Note: 2,5

          Timo Werner: Bekam nach fünf Ligatoren zum Saisonstart den Vorzug vor Brandt als Sane-Ersatz. Großer Einsatz, wenig Ertrag. - Note: 4

          Kai Havertz: Das Ausnahmetalent kam in der 61. Minute für Werner zu seinem ersten Pflichtspiel. Ließ sich von rechts oft ins Zentrum fallen, konnte das Spiel aber kaum an sich reißen. - keine Note

          Ilkay Gündogan: Ersetzte Reus (61.), fand aber kaum Bindung zu den Nebenleuten. - keine Note Julian Brandt: Sollte in der Schlussphase als Joker (84.) für Ginter die Wende bringen. Hatte es schwer. - ohne Note

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