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DFB-Pokal : Almtraum statt Albtraum für Hertha BSC

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Es geht weiter im Pokal: Berlins Torschütze Salomon Armand Kalou (r.) jubelt mit Nico Schulz und Vladimir Darida Bild: dpa

Wiedergutmachung für die Vorsaison: Hertha BSC revanchiert sich in Bielefeld für die Pokalniederlage im Vorjahr. Der Traum vom Finale im eigenen Stadion lebt also zumindest eine Runde weiter. Der VfR Aalen erzielt derweil nur Field Goals im Elfmeterschießen, Nürnberg trifft einmal mehr.

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          Hertha BSC hat die erste Hürde im DFB-Pokal trotz denkwürdiger Begleitumstände gemeistert. Einen Tag nach den Schüssen auf den Mannschaftsbus zog das Team von Trainer Pal Dardai dank eines 2:0 (0:0)-Erfolgs in die 2. Runde des Wettbewerbs ein. Damit revanchierten sich die Berliner für das frühe Pokal-Aus an gleicher Stätte rund zehn Monate zuvor. Vor 21 484 Zuschauern in der Schüco-Arena sorgten Salomon Kalou (73. Minute) und Neuzugang Vladimir Darida (88.) am Montag für den verdienten Sieg der Gäste.

          Dagegen kann der Zweitliga-Aufsteiger aus Bielefeld, der in der Vorsaison nach Siegen über Bremen, Hertha und Mönchengladbach bis ins Halbfinale vorgestoßen war, die Erfolgsstory nicht wiederholen.

          Unter Polizeischutz

          Nach dem Schuss auf ihren Mannschaftsbus am Vorabend waren die Berliner Profis von der Polizei ins Stadion geleitet worden. Zudem wurden zu ihrem Schutz während des Spiels zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt.

          Unbeeindruckt von diesen Maßnahmen lieferten sich beide Teams von Beginn ein Duell mit viel Einsatz und Leidenschaft. Dabei bot sich den Gästen nach ruppiger Anfangsphase die erste Chance zur Führung. Einen Freistoß von Marvin Plattenhardt verwertete Jens Hegeler in der 9. Minute mit dem Kopf, verfehlte dabei jedoch das Bielefelder Tor.

          Bescheidenes Niveau

          Dieser erste Aufreger schien den Bundesligaklub zu beflügeln. Fortan erspielte er sich Feldvorteile, blieb im Spiel nach vorn aber zu ideenlos. Einzig Salomon Kalou (21.) ließ Torgefahr erkennen, als er eine Flanke von Valentin Stocker knapp verpasste. Die Bielefelder verlegten sich dagegen mehr und mehr aufs Kontern und waren durch Christian Müller (28.) dem 1:0 nahe. Doch Hertha-Schlussmann Thomas Kraft vereitelte in höchster Not die einzige Chance der Ostwestfalen in der 1. Halbzeit.

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          Auch nach Wiederanpfiff blieb die Partie auf bescheidenem Niveau. Der Favorit aus der Hauptstadt bemühte sich weiter vergeblich, die gut gestaffelte Bielefelder Deckung zu überwinden. Möglichkeiten von Stocker (48.), Sebastian Langkamp (49.) und Salomon Kalou (59.) wurden leichtfertig vergeben. Das ermutigte die Arminia, selbst die Initiative zu ergreifen. So war Hertha-Keeper Kraft bei Schüssen von Tom Schütz (65.) und Christoph Hemlein (68.) gefordert.

          Ein schulmäßiger Konter der Gäste ebnete den Weg zum Sieg. Nach schönem Solo des eingewechselten Nico Schulz war Kalou zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Zwar bemühten sich die tapferen Bielefelder danach noch mit viel Engagement um den Ausgleich, konnte das frühe Pokal-Aus jedoch nicht mehr abwenden.

          Aalen schießt zu hoch

          Der 1. FC Nürnberg setzte sich nach torlosen 120
          Minuten im Elfmeterschießen mit 2:1 bei Zweitliga-Absteiger VfR Aalen durch. Gleich sieben Schützen vergaben ihre Elfmeter, die Aalener droschen den Ball vornehmlich weit über das Tor, Field Goals zählen aber auch im DFB-Pokal nicht. Nürnberg traf immerhin zweimal und somit einmal mehr als Aalen. Somit setzte Nürnberg die Serie an erfolgreichen Elfmeterschießen für Zweitligaklubs fort. In der ersten Runde hatten sich zuvor schon der 1. FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf und der SV Sandhausen im finalen Ausschießen gegen unterklassige Gegner durchgesetzt.

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