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Eklat in Osnabrück : „Die Spieler waren den Tränen nahe“

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Sichtlich mitgenommen nach dem Eklat: Osnabrück-Präsident Hermann Queckenstedt Bild: dpa

Nach einem Feuerzeugwurf auf den Schiedsrichter wird das DFB-Pokal-Spiel Osnabrück abgebrochen. VfL-Präsident Hermann Queckenstedt spricht im Interview über die Konsequenzen und die Identifizierung des Täters.

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          Die erste Runde im DFB-Pokal ist von einem Skandal in Osnabrück überschattet worden. Die Partie wird abgebrochen, nachdem der Schiedsrichter in der Partie gegen RB Leipzig von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wird.

          Ein Fan des VfL Osnabrück hat für einen Eklat gesorgt. Ein von ihm geworfenes Feuerzeug traf den Schiedsrichter, das Spiel wurde abgebrochen. Ein sichtlich mitgenommener VfL-Präsident Hermann Queckenstedt verkündete die Entscheidung vom Rasen aus über das Stadionmikrofon. Danach sprach er im Interview mit der Deutschen Presseagentur.

          Herr Queckenstedt, wie haben Sie die entscheidende Szene erlebt?

          Gar nicht. Ich habe nicht gesehen, dass da etwas geflogen ist. Ich war da durchaus euphorisch. Ich denke, RB Leipzig war am Rande einer Niederlage, das Stadion kochte, die Stimmung schwappte über. Und dann so etwas - ich musste erstmal fragen, was los war. Das ist eine bittere Stunde für den VfL Osnabrück.

          Mit welchen Konsequenzen rechnen Sie?

          Es wir auf jeden Fall eine Geldstrafe geben. Es wird möglicherweise auch das Aus im DFB-Pokal sein. Das hat für den VfL noch ganz andere Konsequenzen. Ich war in der Kabine Spieler gesehen, die waren den Tränen nahe. Wenn man so aufopferungsvoll kämpft und dann auf diese miserable Art und Weise, durch eine kriminelle Aktionen um die Früchte seiner Arbeit gebracht wird, dann ist das ganz traurig. Das hat mit Fußball nichts zu tun. Und es ist auch ein ökonomischer Schaden.

          Haben Sie die Hoffnung, dass sie den Übeltäter finden können?

          Nach unseren Informationen ist er auf Fernsehaufzeichnungen auszumachen. Er müsste erkennungsdienstlich ermittelt werden. Es ist so schade, dass so ein Chaot all die Bemühungen, die wir im Vorfeld unternommen haben, zu Nichte macht. Wenn wir in finden, werden wir Konsequenzen ergreifen.

          Schockmoment: Schiedsrichter Martin Petersen (r.) wird getroffen und kann nicht weitermachen Bilderstrecke

          Zur Person

          Hermann Queckenstedt (51) ist noch nicht einmal ein Jahr Präsident des VfL Osnabrück. Der Direktor des Diözesanmuseums des Bistums Osnabrück hat die Führung eines finanziell angeschlagenen Klubs übernommen.

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