https://www.faz.net/-gtl-86l5x

Eklat in Osnabrück : „Die Spieler waren den Tränen nahe“

  • Aktualisiert am

Sichtlich mitgenommen nach dem Eklat: Osnabrück-Präsident Hermann Queckenstedt Bild: dpa

Nach einem Feuerzeugwurf auf den Schiedsrichter wird das DFB-Pokal-Spiel Osnabrück abgebrochen. VfL-Präsident Hermann Queckenstedt spricht im Interview über die Konsequenzen und die Identifizierung des Täters.

          Die erste Runde im DFB-Pokal ist von einem Skandal in Osnabrück überschattet worden. Die Partie wird abgebrochen, nachdem der Schiedsrichter in der Partie gegen RB Leipzig von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wird.

          Ein Fan des VfL Osnabrück hat für einen Eklat gesorgt. Ein von ihm geworfenes Feuerzeug traf den Schiedsrichter, das Spiel wurde abgebrochen. Ein sichtlich mitgenommener VfL-Präsident Hermann Queckenstedt verkündete die Entscheidung vom Rasen aus über das Stadionmikrofon. Danach sprach er im Interview mit der Deutschen Presseagentur.

          Herr Queckenstedt, wie haben Sie die entscheidende Szene erlebt?

          Gar nicht. Ich habe nicht gesehen, dass da etwas geflogen ist. Ich war da durchaus euphorisch. Ich denke, RB Leipzig war am Rande einer Niederlage, das Stadion kochte, die Stimmung schwappte über. Und dann so etwas - ich musste erstmal fragen, was los war. Das ist eine bittere Stunde für den VfL Osnabrück.

          Mit welchen Konsequenzen rechnen Sie?

          Es wir auf jeden Fall eine Geldstrafe geben. Es wird möglicherweise auch das Aus im DFB-Pokal sein. Das hat für den VfL noch ganz andere Konsequenzen. Ich war in der Kabine Spieler gesehen, die waren den Tränen nahe. Wenn man so aufopferungsvoll kämpft und dann auf diese miserable Art und Weise, durch eine kriminelle Aktionen um die Früchte seiner Arbeit gebracht wird, dann ist das ganz traurig. Das hat mit Fußball nichts zu tun. Und es ist auch ein ökonomischer Schaden.

          Haben Sie die Hoffnung, dass sie den Übeltäter finden können?

          Nach unseren Informationen ist er auf Fernsehaufzeichnungen auszumachen. Er müsste erkennungsdienstlich ermittelt werden. Es ist so schade, dass so ein Chaot all die Bemühungen, die wir im Vorfeld unternommen haben, zu Nichte macht. Wenn wir in finden, werden wir Konsequenzen ergreifen.

          Schockmoment: Schiedsrichter Martin Petersen (r.) wird getroffen und kann nicht weitermachen Bilderstrecke

          Zur Person

          Hermann Queckenstedt (51) ist noch nicht einmal ein Jahr Präsident des VfL Osnabrück. Der Direktor des Diözesanmuseums des Bistums Osnabrück hat die Führung eines finanziell angeschlagenen Klubs übernommen.

          Weitere Themen

          Keine Mammut-WM in Katar Video-Seite öffnen

          Nur 32 statt 48 Teams : Keine Mammut-WM in Katar

          Wie die Fifa bekannt gab werden bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar genau so viele Teams wie in den letzten Jahren antreten. Zuvor hieß es, die Anzahl an teilnehmenden Nation sollte auf 48 Mannschaften aufgestockt werden.

          Die zweite Liga rückt für Wiesbaden in weite Ferne

          1:2 gegen Ingolstadt : Die zweite Liga rückt für Wiesbaden in weite Ferne

          Der FC Ingolstadt kann auf ein weiteres Jahr in der zweiten Bundesliga hoffen: Der Drittletzte gewinnt beim Drittligadritten SV Wehen Wiesbaden das Relegationshinspiel. Die Hessen dürfen dank eines späten Tores immerhin noch ein wenig hoffen.

          Die Erfolge des Niki Lauda Video-Seite öffnen

          Tod einer Formel-1-Legende : Die Erfolge des Niki Lauda

          Der Österreicher Niki Lauda feierte in der Formel 1 große Erfolge und ließ sich auch von Unfällen und Verletzungen nicht unter kriegen. Die rote Kappe wurde zu seinem Markenzeichen. Mit 70 Jahren ist er nun im Kreis der Familie verstorben.

          Topmeldungen

          Amerikas Präsident Donald Trump und sein Außenminister Mike Pompeo

          Saudi-Arabien : Trump umgeht Kongress bei Waffenverkäufen

          Die amerikanische Regierung will Waffen ohne Zustimmung des Kongresses an Saudi-Arabien liefern. Außenminister Mike Pompeo sieht darin eine Abschreckung „iranischer Aggressionen“. Die Demokraten befürchten einen Einsatz der Bomben im Jemen-Krieg.
          Die irische Flagge vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel

          EU-Wahl : Pro-europäische Regierungspartei in Irland vorn

          Irlands Regierungschef warnt nach dem Rücktritt von Theresa May vor einer „sehr gefährlichen“ Phase. Bei der Europawahl hat er offenbar Rückenwind bekommen. EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber verspricht, Europa vor Nationalisten zu verteidigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.