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Helikopterabsturz am Stadion : Tod von Leicester-City-Besitzer bestätigt

  • Aktualisiert am

Die Unfallstelle: Rettungskräfte stehen neben dem verunglückten Helikopter. Bild: AFP

Nach einem Heimspiel von Leicester City stürzt der Hubschrauber von Klubpräsident Srivaddhanaprabha nahe dem Stadion ab und geht in Flammen auf. Zunächst war unklar, ob der Besitzer tatsächlich an Bord war. Nun gibt es traurige Gewissheit.

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          Der Besitzer von Leicester City, Vichai Srivaddhanaprabha, ist beim Hubschrauberabsturz am Stadion des englischen Fußball-Erstligisten tödlich verunglückt. Insgesamt seien bei dem Absturz am Samstagabend fünf Menschen ums Leben gekommen, teilte der Verein am Sonntagabend per Twitter mit.

          Zuvor hatte die BBC unter Berufung auf eine Quelle, die der Familie von Srivaddhanaprabha nahesteht, berichtet, dass der thailändische Milliardär und Leicester-City-Besitzer an Bord gewesen sein soll. Es gehört zum Ritual von Heimspielen des Klubs, dass der Präsident per Hubschrauber ins Stadion ein- und ausgeflogen wird. Der in den blau-weißen Vereinsfarben lackierte Hubschrauber landet dafür regelmäßig am Mittelkreis. Auch Sky News berichtete unter Berufung auf eine ungenannte Quelle, Srivaddhanaprabha sei an Bord der Maschine gewesen.

          Der Helikopter des Vereinspräsidenten Vichai Srivaddhanaprabha war am Samstagabend, kurz nachdem er vom Spielfeld abgehoben hatte, auf einem Parkplatz neben dem Stadion zerschellt und in Flammen aufgegangen.

          Am Tag nach dem Absturz eines Hubschraubers am Stadion von Leicester City haben Anhänger Blumen in der Spielstätte des englischen Fußball-Erstligavereins niedergelegt. Trauernde Fans weinten und trösteten sich gegenseitig. Auch der aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetretene Mesut Özil vom FC Arsenal nahm am Sonntag Anteil. „Betet für jeden, der in den Helikopter-Vorfall von Leicester involviert ist“, schrieb er bei Twitter.

          Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Augenzeugen berichteten von einem plötzlichen Stillstand des Heckrotors kurz nachdem der Hubschrauber im Stadion abgehoben hatte. Die Maschine habe sich daraufhin wie ein Kreisel gedreht und sei unkontrolliert abgestürzt. Einer der Ersten am Unglücksort sei Leicesters Torhüter Kasper Schmeichel gewesen, berichteten Augenzeugen dem Sender BBC.

          Auch der frühere englische Nationaltorwart Peter Shilton gehörte zu den Augenzeugen. Er habe den Absturz am Samstagabend mit seiner Frau beobachtet, schrieb Shilton auf Twitter. „Absolut erschüttert und schockiert. Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen, die involviert waren, und bei Leicester City.“

          Ähnlich äußerte sich der ehemalige englische Nationalspieler und BBC-Moderator Gary Lineker. „Gedanken sind bei jedem von Leicester City. Eine furchtbare Tragödie. Herzzerreißend“, twitterte er. Leicesters Stürmerstar Jamie Vardy postete auf seinem Twitter-Account nur eine Reihe zum Gebet gefalteter Hände.

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