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Fußball-Bundestrainer : Geht jetzt alles ganz schnell mit Hansi Flick?

  • Aktualisiert am

Daumen hoch für Deutschland? Noch laufen die Gespräche zwischen Hansi Flick und dem DFB. Bild: dpa

Der nächste Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft könnte Hansi Flick heißen. Nach dem verkündeten Wechsel beim FC Bayern reagiert der DFB umgehend auf die neue Situation.

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          Jetzt kann es auch in Sachen Bundestrainer und Hansi Flick Ergebnisse geben. Mit der Vertragsauflösung beim FC Bayern ist der Wunschkandidat für die Nachfolge von Joachim Löw frei für eine Rückkehr zum Deutschen Fußball-Bund. Der zum Saisonende in München scheidende Bayern-Chefcoach gilt als designierter Nachfolger von Löw. Dieser beendet nach der Fußball-Europameisterschaft im Sommer seine Arbeit bei der deutschen Nationalmannschaft.

          „Dass Hansi beim DFB eine riesige Wertschätzung genießt, ist ja keine Überraschung mehr“, hatte Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff erklärt, allerdings aktive Gespräche noch ausgeschlossen, solange Flick in einem laufenden Vertragsverhältnis ist.

          „Das können wir bestätigen“

          Die Situation hat sich nun geändert, der Kontrakt mit Flick wird zum 30. Juni aufgelöst, wie der FC Bayern am Dienstag bekanntgab. Den Flick-Posten in München übernimmt Julian Nagelsmann, der von RB Leipzig zum deutschen Rekordmeister kommt.

          Und deshalb folgte ein Update vom DFB prompt: „Es ist bekannt, dass Hansi Flick beim DFB eine große Wertschätzung genießt und ein hervorragender Kandidat als Bundestrainer ist. Wir können bestätigen, dass wir vor diesem Hintergrund nun auch Gespräche mit Hansi Flick und den Verantwortlichen des FC Bayern führen werden“, hieß es am Dienstag auf dpa-Anfrage.

          Mit gemeinsamer Vergangenheit: Hansi Flick (links) und Joachim Löw, hier 2012
          Mit gemeinsamer Vergangenheit: Hansi Flick (links) und Joachim Löw, hier 2012 : Bild: dpa

          Schon im April nach dem Champions-League-Viertelfinalaus bei Paris Saint-Germain hatte der 56 Jahre alte Flick bei den Bayern-Bossen um Freigabe zum Saisonende gebeten. Anschließend philosophierte er über die sich unterscheidende Rolle des Bundestrainers, was öffentlich als Interesse an der Löw-Nachfolge gewertet wurde. „Natürlich ist der DFB eine Option, die jeder Trainer überlegen muss“, sagte Flick.

          Der gebürtige Heidelberger würde nach sieben Jahren zur Nationalmannschaft zurückkehren. 2006 hatte ihn Löw nach dem WM-Sommermärchen und der eigenen Beförderung zum Bundestrainer zu seinem Assistenten gemacht. Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit war der WM-Triumph 2014 in Brasilien, Flick wurde intern im DFB ein großer Anteil am Titelgewinn zugesprochen.

          Löws Ko-Trainer stieg zum Sportdirektor auf, verließ aber 2017 den Verband. Nach kurzer Zeit als Geschäftsführer bei der TSG 2899 Hoffenheim kam er im Sommer 2019 als Ko-Trainer von Niko Kovac zum FC Bayern, wurde dann Interims- und schließlich Cheftrainer mit einer sensationellen Erfolgsgeschichte.

          Abzuwarten bleibt, inwieweit die Situation im DFB die Verhandlungen und einen Vertragsabschluss mit Flick beeinflussen oder verzögern können. Nach den jüngsten Äußerungen von Präsident Fritz Keller hat sich die Führungskrise im Verband jedoch verschärft. Keller hat für die Entgleisungen um Entschuldigung gebeten und einen Rücktritt ausgeschlossen. Die kritischen Stimmen nehmen zu, das Präsidium des Bayerischen Fußball-Verbandes zeigte sich „entsetzt“ über die „neuerliche Eskalation“, die Keller ausgelöst habe.

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