https://www.faz.net/-gtl-afgc0

Weltmeister von 2014 : Flick öffnet Tür für DFB-Rückkehr von Boateng

  • Aktualisiert am

Jérôme Boateng spielt in Zukunft für Olympique Lyon. Bild: AFP

Joachim Löw beendete einst die Zeit von drei verdienten Nationalspielern. Mats Hummels und Thomas Müller kehrten zur EM zurück. Und Jérôme Boateng? Auch dessen Comeback könnte bald folgen.

          2 Min.

          Der frühere Weltmeister Jérôme Boateng hat ein mögliches Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach seinem Wechsel zu Olympique Lyon nach Frankreich noch nicht abgehakt. „Am Ende des Tages geht es um Leistung, die jeder bringen muss, um es sich zu verdienen, bei der Nationalmannschaft zu spielen“, sagte der 33 Jahre alte Innenverteidiger in einem Interview Sport1. Er wolle nun fit werden und eine gute Saison bei Lyon spielen, sagte der frühere Münchener: „Wenn es gut läuft, bekommt man vielleicht wieder seine Chance.“

          Fußball-Länderspiele

          Vor seinem Wechsel in die Ligue 1 hatte der zuletzt vereinslose Abwehrspieler auch Kontakt zu Bundestrainer Hansi Flick. Er habe ihm gesagt, „dass es ein guter Verein ist, der international spielt und er sich für mich freuen würde, wenn mein Wechsel zu Lyon klappt“. Boateng war einige Zeit nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 wie Mats Hummels und Thomas Müller vom damaligen Bundestrainer Joachim Löw aus der Nationalmannschaft aussortiert worden.

          Löws Nachfolger Flick hatte zur Zukunft des Trios im DFB-Trikot zuletzt gesagt: „Die Besten werden eingeladen, wenn sie Topleistungen abrufen.“ Bei der Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Armenien am Sonntag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur WM-Qualifikation und bei RTL) zeigte er sich durchaus offen für ein Comeback von Boateng. „Wenn wir Spieler haben, die in der Lage sind uns weiterzuhelfen, sind sie herzlich willkommen“, sagte er am Samstag.

          Unter Flick war Boateng beim FC Bayern zuletzt Stammspieler gewesen. Er habe unter Flick „eine faire Chance bekommen. Eine, bei der es um Leistung geht“, sagte der 33-Jährige. „Die letzten beiden Jahre mit Hansi Flick waren noch einmal überragend und wir haben es nochmal geschafft, die Champions League zu gewinnen.“ Beim Wechsel nach Lyon habe er dann das „richtige Bauchgefühl“ gehabt. „Der Verein, das Projekt und die Ziele des Trainers Peter Bosz haben mir gefallen.“

          Flick bezeichnete derweil Spekulationen über angebliche Schwierigkeiten im Umgang mit Nationalspieler Leroy Sané zur gemeinsamen Münchner Zeit als „Unsinn“ bezeichnet. „Wir haben nie Probleme miteinander gehabt“, stellte Flick klar. Dass er dem Bayern-Profi (25) auch in schwierigen Zeiten vertraut, hatte Flick bei seinem Debüt als neuer Chef gegen Liechtenstein ewiesen. Sané stand in der Startelf und rechtfertigte das Vertrauen mit dem Treffer zum 2:0-Endstand.

          „Gegen Liechtenstein hat er gezeigt, dass er absolut bereit ist“, lobte Flick. Er habe sogar eine Szene, in der Sané einen verloren gegangenen Ball selbst zurückeroberte, im Teamkreis gezeigt. „Der Wille ist da, nachzusetzen, sich reinzuhauen. Da kann man einiges erkennen. Später hat er dann sein Tor geschossen. Wenn er so spielt, ist alles gesagt, dann sind wir super happy“, sagte Flick.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kölner Parallelwelt: Volle Ränge beim Spitzenspiel gegen Mönchengladbach

          Volles Stadion in Corona-Krise : Bundesliga-Spitzenspiel in Absurdistan

          Empörung und Fassungslosigkeit vieler Menschen beim Blick auf das volle Stadion in Köln sind verständlich. Aber allein der Bundesliga dieses groteske Bild vorzuwerfen, wäre zu leicht.

          Tod von Virgil Abloh : Er entwarf sogar sein Leben

          Virgil Abloh, einer der wichtigsten Modemacher seiner Generation, ist im Alter von 41 Jahren an Krebs gestorben. Fasziniert hat ihn das Dazwischen von mehreren Welten. Sein Label macht Mode, die man nicht zuordnen kann.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.