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DFB-Start unter Hansi Flick : „Wir bleiben jetzt mal schön ruhig“

Ein guter Anfang, mehr aber auch noch nicht: Bundestrainer Hansi Flick. Bild: AFP

Drei Spiele, drei Siege, kein Gegentor: Die Bilanz der DFB-Elf unter Bundestrainer Hansi Flick ist makellos. Die Freude über ein Tor ist besonders groß. Nur die Rückreise verläuft nicht nach Plan.

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          Nichts wie weg. Die deutsche Reisegruppe hatte es in der Nacht eilig. Nach einem späten Essen im Hotel ging es geradewegs zum Flughafen. Nicht, weil Island touristisch nichts zu bieten hätte oder das herbstliche Wetter mit Temperaturen um acht Grad mit ein wenig Regen gestört hätten. Aber der Tross war rein dienstlich unterwegs und hatte seinen Auftrag vollends erfüllt. Mit einem 4:0-Sieg in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 im Gepäck verließ die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am späten Donnerstag Reykjavik mit dem Ziel Frankfurt am Main.

          Fußball-Länderspiele
          Tobias Rabe
          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Doch so reibungslos die sportlichen Aufgabe gelöst wurde, so problematisch geriet die Rückreise. Der Charterflieger landete in der Nacht im schottischen Edinburgh unplanmäßig zwischen. Von dort sollten alle Insassen individuell weiterreisen zu ihren unterschiedlichen Zielen. Das teilte der DFB am frühen Donnerstagmorgen via Twitter mit. Genaue Gründe für den Zwischenstopp wurden nicht genannt. Zunächst hieß es in einer knappen Mitteilung nur „Safety first“, wenig später teilte der Verband mit: „Uns geht's gut. Sicherheitscheck an der Maschine läuft.“

          Dennoch dürfen die elf gemeinsamen Tage der deutschen Nationalspieler mit dem neuen Bundestrainer Hansi Flick und seinem Team als gelungen gelten. Auf den schwierigen Anfang mit dem 2:0 beim Außenseiter Liechtenstein in Sankt Gallen in der Schweiz folgte das rauschende 6:0 gegen Armenien in Stuttgart und nun der erfolgreiche Abschluss in Island. Drei Spiele, drei Siege, kein Gegentor bei zwölf eigenen Treffern, das ist die makellose Bilanz auf dem Papier, aber viel wichtiger ist der Umschwung in der Stimmung. Diese deutsche Nationalmannschaft macht wieder Spaß, sich selbst und den Fans.

          „Das wurde hervorragend umgesetzt“

          „Es ist ein guter Abschluss, mit neun Punkten im Gepäck nach Hause zu fahren“, sagte Flick. Sein Fazit nach dem Start in neuer Funktion beim DFB fiel positiv aus. „Wenn man die drei Spiele nimmt, können wir sehr zufrieden sein mit der Entwicklung“, sagte der Bundestrainer, der von 2006 bis 2014 Kotrainer seines Vorgängers Joachim Löw war und nun, nach seiner Zeit als Sportdirektor beim DFB, die Anfang 2017 endete, in verantwortlicher Position zurückgekehrt war. „Neun Punkte aus den drei Spielen waren von uns als Vorgabe gesetzt. Die Mannschaft hat das hervorragend umgesetzt.“

          Die Ergebnisse der Nationalmannschaft erinnern an Flicks Start beim FC Bayern im November 2019. Seinerzeit folgten auf ein 2:0 in der Champions League gegen Piräus zwei 4:0-Siege in der Bundesliga über Dortmund und in Düsseldorf. Dass der Weg der Landesauswahl nun so weitergeht wie der des deutschen Vorzeigevereins aus München, ist indes nicht zu erwarten. In seinen eineinhalb Jahren gewann Flick mit seinem Team gleich sieben Titel. So viele werden für Nationalmannschaften in so kurzem Zeitraum gar nicht vergeben. Aber auch der WM-Sieg in Qatar ist weit entfernt – trotz aller positiven Ansätze.

          Denn die drei Gegner, die Flick und Co. zur Premiere bekamen, kämpfen nicht in der Gewichtsklasse, in der es bei einem Weltturnier zu bestehen gilt. So zeigte der neue Bundestrainer zwar durchaus seine Freude über die Erfolge und den eroberten Platz eins in der Qualifikationsgruppe, der in ein, zwei Monaten das WM-Ticket bringen soll, doch zu weit vorausblicken wollte er am Abend in Island nicht. „Da bleiben wir jetzt mal schön ruhig. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns von Spiel zu Spiel vortasten.“ Im Oktober geht es weiter, wenn Rumänien in Hamburg und das Spiel in Nordmazedonien warten.

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