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Kritik an DFB-Stürmer Werner : „Ich kann nicht ändern, was aktuell passiert“

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Will mit dem DFB-Team zur WM nach Qatar: Hansi Flick Bild: dpa

Hansi Flick und Serge Gnabry positionieren sich vor dem anstehenden Spiel in der WM-Qualifikation klar zur Personalie Timo Werner. Der Bundestrainer äußert sich zudem zur Personalsituation im deutschen Tor.

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          Bundestrainer Hansi Flick hat vor der Abreise nach Skopje Fußball-Nationalstürmer Timo Werner auch vor der Mannschaft noch einmal explizit bestärkt. „Wir unterstützen alle im Team, wir sind füreinander da, das ist unser Mindset“, sagte Flick am Sonntag während der Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel auswärts gegen Nordmazedonien am Montag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker sowie bei RTL). „Die Intensität, die er im Spiel hat, ist einfach klasse. Wir sprechen von einem Spieler, der unglaubliche Qualität hat.“

          Fußball-Länderspiele

          Werner hatte am Freitag beim 2:1 gegen Rumänien glücklos agiert und nicht getroffen. Anders als in den ersten drei Spielen im September unter Flick, als der Chelsea-Profi jeweils erfolgreich gewesen war. Kritik an dem 25-Jährigen, der gegen Rumänien einen Foulelfmeter nach langer Prüfung mittels Videobeweis nicht zugesprochen bekam, kann Flick nicht nachvollziehen. „Ich kann nicht ändern, was aktuell passiert. Ich kann nur sagen, dass Timo seine Aufgabe, die er zu erfüllen hat, sehr gut erfüllt.“ Der Umgang mit Werner sei nicht immer „fair“.

          Auch Teamkollege Serge Gnabry stärkte dem Stürmer demonstrativ den Rücken. „Ich denke, das tun wir alle in der Mannschaft. Wir wissen um die Situation: Wenn ein Stürmer das Tor nicht trifft, kommt die Kritik von außen“, sagte der Bayern-Profi. „Mannschaftsintern stehen wir wirklich alle hinter Timo. Er gibt Gas, hängt sich rein, das ist das Wichtigste.“

          Flick plant wieder mit Neuer

          Flick plant für das WM-Qualifikationsspiel in Skopje derweil wieder mit Kapitän Manuel Neuer im Tor. Der 35 Jahre alte Schlussmann des FC Bayern München habe das Training am Sonntag in Hamburg vollständig absolviert, sagte der Bundestrainer weiter. „Ich gehe davon aus, dass es funktioniert“, meinte Flick mit Blick auf Neuers Einsatz am Montag.

          Die deutsche Nummer eins hatte am Freitag beim 2:1 gegen Rumänien wegen muskulärer Probleme pausieren müssen. Neuer war im Volksparkstadion von Marc-André ter Stegen vertreten worden. Innenverteidiger Antonio Rüdiger setzte wegen Rückenbeschwerden beim Abschlusstraining aus. Das sei aber nur „eine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen, sagte Flick. Er gehe davon aus, dass alle 23 Akteure im Kader einsatzfähig sind.

          Flick will im Nationalstadion von Skopje wieder eine deutsche Mannschaft auf dem Platz sehen, die mit „enormer Aktivität“ agiert. Ziel sei möglichst die fixe Buchung des WM-Tickets für Qatar 2022. Das DFB-Team ist mit 18 Punkten Tabellenführer vor den Nordmazedoniern, die auf Platz zwei ebenso wie der Tabellendritte Armenien sechs Zähler Rückstand haben. Das Hinspiel verlor Deutschland überraschend mit 1:2. „Uns alle wurmt dieses Spiel noch“, sagte Bayern-Profi Gnabry zur geplanten Revanche.

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