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Knäbel auf HSV-Schleudersitz : „Mut der richtige Ratgeber“

  • Aktualisiert am

Erst mal an den eigenen Kopf greifen: Interimstrainer Knäbel bei seiner ersten Einheit Bild: dpa

Verlegenheitslösung Knäbel ist der dritte Coach beim Hamburger SV nach dem letztjährigen Retter Slomka und dem vermeintlichen Heilsbringer Zinnbauer in einer Saison. „Es ist für uns alle eine Niederlage“, sagt Vereinschef Beiersdorfer.

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          Der Hamburger SV hat aus Angst vor dem drohenden Abstieg aus der Fußball-Bundesliga seinen Plan über den Haufen geworfen und das Trainerkarussell abermals in Betrieb gesetzt. Verlegenheitslösung Peter Knäbel ist bereits der dritte Coach in dieser Saison. Zuvor hatte sich Josef Zinnbauer versucht, schon im September 2014 war das Aus für den letztjährigen Retter Mirko Slomka gekommen. „Es ist für uns alle eine Niederlage“, sagte Vereinschef Dietmar Beiersdorfer am Montag zur Trennung von Zinnbauer. Die Ergebnisse der vergangenen Wochen wie die Erkenntnis, „dass wir uns in einigen Bereichen nicht weiterentwickelt haben“, hätten den Trainerwechsel erzwungen.

          Knäbel rückt auf einen Schleudersitz. „Sorge und Angst sind immer Gefühle, die dazugehören. Jetzt ist Mut der richtige Ratgeber“, sagte Knäbel, der im Oktober als „Direktor Profifußball“ zum HSV gekommen war. Eigentlich hatte er von Samstag an Urlaub gebucht, weil er von einem Sieg gegen Hertha BSC (0:1) überzeugt war. Es kam anders. „Die Entscheidung ist auf mich gefallen“, betonte Knäbel. „Ich habe mich nicht ins Spiel gebracht.“

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