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3:0 gegen Wehen Wiesbaden : BVB dank Haaland locker weiter im DFB-Pokal

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Die Amerikaner sagen „Unstoppable“: Erling Haaland war mal wieder Dortmunds „Man of the Match“ Bild: dpa

Borussia Dortmund hat ohne Mühe die erste Hürde im DFB-Pokal genommen. Gegen Wehen Wiesbaden traf Erling Haaland dreimal, Donyell Malen gab sein BVB-Debüt. Trainer Marco Rose war zufrieden.

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          Turbostürmer Erling Haaland hat Marco Rose bei Borussia Dortmund einen Start nach Maß beschert. Mit einem Dreierpack und einer herausragenden Leistung führte der 21 Jahre alte Norweger den Titelverteidiger am Samstagabend zu einem 3:0 (2:0) beim SV Wehen Wiesbaden und damit mühelos in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals. Der furiose Haaland hat nun in seinen ersten 60 Pflichtspielen für Dortmund 60 Tore erzielt.

          „Er hätte heute noch ein viertes oder fünftes machen können, er ist immer bereit“, sagte Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung beim Sender Sky: „Es ist gut, dass wir ihn haben.“ Und daran werde sich auch nichts ändern. „Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass er weg will“, betonte Kehl. Haaland selbst betonte, es sei gut gewesen zu gewinnen, gut drei Tore geschossen zu haben und gut so zurückgekommen zu sein. „Es ist wunderbar, die Fans wieder zurückzuhaben. Ich bin stolz bei diesen Klub zu sein“, sagte der Norweger weiter.

          Für den neuen Cheftrainer Rose, der in der Vorbereitung mit Corona-Fällen, Verletzungen von Spielern und späten EM-Rückkehrern zu kämpfen hatte, war der Erfolg ein wichtiges Signal, dass der Pokalchampion schon früh in der Saison wieder in Fahrt kommen kann.

          Vor 4882 Zuschauern in der ausverkauften Arena von Wiesbaden traf  Haaland zunächst in der 27. Minute und legte danach (31.) per Foulelfmeter, den er vorher selbst herausgeholt hatte, nach. „Erling, Erling“, schallte es lautstark aus den Kehlen der mitgereisten Dortmunder Anhänger. Nach der Pause traf der Mittelstürmer ein drittes Mal (51.) für den BVB, der mit dem hessischen Drittligisten überhaupt keine Mühe hatte. Der Bundesliga-Auftakt am Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker und bei Sky) gegen Eintracht Frankfurt kann allen Sorgen zum Trotz kommen.

          DFB-Pokal

          „Es geht natürlich darum, Konstanz reinzubringen. Ich bin guter Dinge, dass wir das schnell hinbekommen“, hatte der aus Gladbach verpflichtete Rose vor dem Anpfiff gefordert. Was seine Profis zum Pflichtspielstart zeigten, war vor allem rasant. Nico Schulz (1.), Haaland (4.) und Kapitän Marco Reus per Freistoß (10.) hätten schon früher für den drückend überlegenen BVB treffen können, doch entweder fehlte Präzision oder es kam der stark reagierende SVWW-Keeper Florian Stritzel dazwischen.

          So fielen die zahlreichen Ausfälle von Mats Hummels, Emre Can und Raphael Guerreiro (alle angeschlagen) sowie Thomas Meunier und Julian Brandt (Corona-Infektionen) nicht ins Gewicht. Torhüter Gregor Kobel verlebte ruhig einen lauen Sommerabend, bei dem er meist nur ein paar Rückgaben verwerten und weiterspielen musste. Auf der anderen Seite rollte der BVB-Express immer wieder los. Neben Haaland und Reus trug hierzu vor allem der technisch starke Giovanni Reyna bei. Auch Roses Raute mit Reus als Spielmacher und Reyna sowie Jude Bellingham auf den beiden Halbpositionen funktionierte tadellos.

          Für die bemühten Gastgeber ging es spätestens ab dem zweiten Treffer von Haaland hauptsächlich darum, das Ergebnis erträglich zu halten. Die unkonventionelle BVB-Defensivbesetzung ohne Hummels, Guerreiro und Meunier konnte die Elf von Rüdiger Rehm viel zu selten unter Druck setzen. Manko der Hessen bleibt in der noch jungen Spielzeit die Offensive: Schon in den ersten beiden Drittliga-Spielen waren sie ohne eigenes Tor geblieben, spielte zweimal 0:0.

          Rose zeigte sich nach der Partie zufrieden. „Wir waren direkt da, haben den Pokalkampf angenommen. Und dadurch waren wir auch gleich schnell überlegen, hatten Chancen“, fasste der 44-Jährige zusammen. „Erste Halbzeit war schon sehr viel Gutes dabei, wir haben die Konter gut kontrolliert und waren verdient vorne. Hinten heraus aber haben wir auch ein bisschen an Struktur verloren.“

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