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Premier League : Chelsea gewinnt ohne Mourinho

  • Aktualisiert am

Ohne Starcoach gewinnen sie auch: Chelsea siegt unter Assistenztrainer Holland Bild: AFP

Nach der Entlassung von José Mourinho findet Chelsea dessen Vor-Vorgänger Guus Hiddink als Nachfolger. Noch ohne Startrainer gewinnt Chelsea sogar ein Spiel.

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          Der FC Chelsea hat Spiel eins nach der Ära José Mourinho gewonnen. Die Blues bezwangen in der Premier League am Samstag den FC Sunderland unter der Leitung von Interimstrainer Steve Holland mit 3:1 (2:0). Branislav Ivanovic (5. Minute), Pedro (13.) und Oscar (50./Foulelfmeter) trafen für den englischen Fußballmeister, der in Zukunft von dem Niederländer Guus Hiddink trainiert wird. Fabio Borini verkürzte auf 1:3 (53.).

          Ohne den gesperrten Bastian Schweinsteiger rutscht Manchester United dagegen tiefer in die Krise. Das Team von Trainer Louis van Gaal unterlag Norwich City mit 1:2 (0:1) und ist nur noch Tabellenfünfter. Cameron Jerome (38.) und Alex Tettey (55.) waren für die Gäste erfolgreich, Anthony Martial sorgte für den Anschlusstreffer (66.).

          Hiddink übernimmt am zweiten Feiertag

          Zuvor war bekannt geworden, dass der Niederländer Guus Hiddink neuer Trainer des FC Chelsea und damit Nachfolger des am Donnerstag geschassten José Mourinho wird. Nach Klub-Angaben hat der Coach einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. „Ich bin begeistert über die Rückkehr an die Stamford Bridge“, wird der Fußball-Lehrer in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Chelsea ist einer der größten Klubs der Welt.“

          Der 69 Jahre alte Hiddink übernimmt den abstiegsbedrohten Meister nach 2009 bereits zum zweiten Mal. Damals wurde er mit den „Blues“ Pokalsieger. „Ich bin mir sicher, dass wir die Wende in dieser Saison schaffen werden“, erklärte der neue Chelsea-Trainer. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Spielern und den Verantwortlichen.“

          Der frühere niederländische Nationalcoach wird erstmals am 26. Dezember beim Spiel gegen den FC Watford auf der Trainerbank sitzen. Bei der erfolgreichen Partie gegen Sunderland an diesem Samstag war Hiddink zwar im Stadion, doch die Verantwortung trug der bisherige Assistenztrainer Steve Holland.

          Vermutlich wurde er mit Geld zu seinem Glück gezwungen: der neue Chelsea-Trainer Hiddink (rechts) neben Klub-Besitzer Abramowitsch

          Hiddink trainierte in seiner Karriere neben den Niederlanden auch die Nationalmannschaften aus Australien, Russland und der Türkei. Mit Südkorea wurde er bei der WM 2002 überraschend Vierter. Auf Vereinsebene coachte er unter anderem die PSV Eindhoven, Real Madrid und Anschi Machatschkala aus Russland.

          Mourinho will nach seiner Beurlaubung derweil vorerst keine hochklassigen Fußball-Spiele mehr besuchen, um keine Spekulationen über seine Zukunft aufkommen zu lassen. Der Portugiese will nach dem vorzeitigen Ende seiner Amtszeit beim englischen Meister keine Pause einlegen, wie er in einer Erklärung seines Managements mitteilte, aus dem die Zeitung „Guardian“ zitierte. „Er ist nicht müde, er braucht sie nicht, er ist sehr positiv und freut sich schon“, hieß es. Am Samstag besuchte Mourinho das Zweitliga-Spiel zwischen Brighton und Middlesbrough.

          2009 holte Guus Hiddink bereits mit dem FC Chelsea den FA-Cup.

          Zu seinen Plänen will sich der 52-Jährige vorerst nicht mehr äußern. Mourinho wird weiter in London wohnen. Der Star-Coach widersprach der Version, der Abschied vom kriselnden Meister sei in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. Chelsea sei in seiner Karriere der einzige Klub, der entschieden habe, dass er gehen müsse.

          Mourinho zeigte sich stolz, dass er den Londoner Verein ein zweites Mal übernommen und zur Meisterschaft geführt habe. Jeder Abschied bedeute das Ende eines Zyklus und die Chance auf den Beginn eines neuen. „José hofft, dass seine Zukunft nach Chelsea genau so erfolgreich sein wird wie nach seinem Abschied 2007“, hieß es in der Erklärung. Anschließend hatte er unter anderem mit Inter Mailand 2010 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League geholt. Mit Real Madrid wurde er 2012 Meister.

          „Ich bin mir sicher, dass wir die Wende in dieser Saison schaffen werden“: Guus Hiddink.

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