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Initiative zur Virusbekämpfung : Gündogan macht gemeinsame Sache mit Spahn

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Natürlich mit Maske: Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan Bild: dpa

Deutschlands Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan war am Coronavirus erkrankt. Jetzt spricht er für eine Initiative des Gesundheitsministeriums über seine Erfahrungen. Das verbindet er mit einer bestimmten Hoffnung.

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          Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat nach überstandener Covid-19-Erkrankung appelliert, die Hygieneregeln einzuhalten. Da er selbst betroffen war, habe sich seine Sichtweise auf die Krankheit drastisch geändert. „Ich will mir nicht vorstellen, was diese Krankheit mit Menschen macht, die nicht so gesund und nicht so jung sind wie ich. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen verantwortungsvoll damit umgehen, Masken tragen, sich an Schutzmaßnahmen halten und soziale Kontakte an zweite Stelle zu stellen“, sagte der Profi in einem Video für die Aufklärungskampagne „#IchhatteCorona“ des Bundesministeriums für Gesundheit und kämpft damit gegen die Verharmlosung der Krankheit.

          „Mir ist es ein Anliegen, offen darüber zu sprechen, da ich als Fußball-Nationalspieler möglicherweise ein paar Leute mehr erreichen und warnen kann als vielleicht andere Personen“, sagte Gündogan dem Sportinformationsdienst (sid). Das Bundesministerium unter Minister Spahn (CDU) hatte bei dem 30-Jährigen angefragt, ob er sich für die Kampagne engagieren wolle. In deren Rahmen erzählen Betroffene in kurzen Texten und Videos, wie sie sich infiziert haben – und wie das Virus ihr Leben verändert hat. Gündogan sitzt in „seinem“ Filmbeitrag zu Hause im Deutschland-Trikot mit der Nummer 21 und schildert, wie ihn bereits die Nachricht, dass er sich infiziert habe, verunsicherte.

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          „Als ich die Diagnose von unserem Doktor bekommen habe, war ich extrem verunsichert. Und ich wusste nicht, was auf mich zukommt“, räumte der Profi von Manchester City ein. Er habe im September sehr starke Symptome gespürt, und als er dann die Diagnose erfuhr, „war das auch noch mal psychisch eine ganz andere Belastung“, gab der ehemalige Dortmunder zu.

          Als er erfuhr, dass er die Krankheit habe, war „das sehr beängstigend und verunsichernd. Ich hatte anfangs Fieber, Gliederschmerzen – sehr stark ausgeprägt – Halsschmerzen, Kopfschmerzen, nach einer Woche kam dann auch noch Geschmacksverlust hinzu, der zwei Wochen angehalten hat“, schilderte Gündogan. Er habe sich ständig müde gefühlt, „es war körperlich extrem anstrengend. Ich hatte das Gefühl, dass mein Immunsystem komplett runterfährt.“ Er habe nach fast jedem Training einen Mittagsschlaf gemacht, was er früher nie getan habe. „Es hat eine Weile an mir gezerrt, bis ich komplett wieder fit war.“

          Inzwischen ist Gündogan bei Manchester City und der DFB-Elf längst zurück auf dem Platz, seine Covid-19-Erfahrung habe aber seine Sichtweise auf die Pandemie völlig verändert. Er gehe privat „kaum noch vor die Haustür“, berichtete er, und lebe grundsätzlich „verantwortungsvoller“. Dies würde er sich in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zum normalen Leben auch von anderen wünschen. „Wenn wir das gemeinsam durchziehen, Stärke und Geduld beweisen, bin ich mir sicher, dass wir in nicht allzu langer Zeit am Ziel ankommen“, betonte Gündogan.

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