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Zukunft des Fußball-Verbandes : Abschied von der Allmacht

DFB-Präsident Reinhard Grindel war von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Bild: EPA

Im Rückblick ist Reinhard Grindel im DFB-System von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Bei der Nachfolger-Suche gibt es nun ein erstes gutes Zeichen. Der Verband muss sich von der Allmacht des Präsidenten verabschieden – und wäre wieder beherrschbar.

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          Überrascht kann niemand mehr sein, schießt sich doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) inzwischen selbst regelmäßig ins Abseits. In sieben Jahren hat der Verband drei Präsidenten verschlissen – Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und jetzt Reinhard Grindel. Alle warfen vorzeitig das Handtuch, wenngleich aus unterschiedlichen Gründen: Führungsschwäche, ein hausgemachter Skandal, eigene Fehltritte. Grindel stürzte zum Schluss über das ominöse Uhrengeschenk eines ukrainischen Oligarchen. Doch sind die Funktionäre nicht nur an ihren eigenen Defiziten gescheitert. Sie sind ebenso Opfer eines nur noch schwer kontrollierbaren Systems.

          Mehr als sieben Millionen Menschen sind in 25.000 Vereinen und 155.000 Teams unter dem Dach des größten Fußballverbandes der Welt organisiert. Die Nationalmannschaft als Kernmarke ist zudem eine Institution von internationaler Bedeutung. Die Stelle an der Spitze der Organisation hat die Wirkung eines hohen politischen Amtes, was mit der erheblichen Popularität des Fußballs zu tun hat. Der DFB ist nicht nur die bedeutendste Sportvereinigung des Landes und zudem Teil einer florierenden Unterhaltungsbranche, in der jede Woche Millionen Euro umgesetzt werden. Eng verbunden wird der Verband heute mit sozialen und gesellschaftspolitischen Themen. Es geht um Integration, Antidiskriminierung, Umwelt oder Gewaltprävention. Welche Risiken ein solch breites Portfolio birgt, wenn es nicht richtig gemanagt wird, war in der Özil-Erdogan-Affäre vor der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr zu erfahren.

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