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Nach Angriff auf Referee : Alle diesjährigen Erstligaspiele in Griechenland abgesagt

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Im griechischen Fußball kommt es immer wieder zu Ausschreitungen – so auch beim Champions League-Spiel zwischen AEK Athen und Ajax Amsterdam im November. Bild: dpa

Nach dem Angriff auf einen ihrer Kollegen weigern sich die Schiedsrichter in Griechenland, Spiele der ersten Liga zu leiten. Es ist nicht das erste Mal, dass der Betrieb der Superliga unterbrochen wird.

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          Aus Protest gegen einen Überfall auf einen ihrer Kollegen sind die griechischen Schiedsrichter in den Streik getreten. Der griechische Fußball-Verband sagte daraufhin am Donnerstag alle für das kommende Wochenende geplanten Erstligaspiele vor der bis 11. Januar dauernden Winterpause ab. Vermummte hatten am Vortag einen Referee der Superliga vor seinem Haus in der mittelgriechischen Stadt Larissa zusammengeschlagen.

          Der Streik betreffe die Superliga, hieß es in einer Erklärung der Schiedsrichter, die sie an den Fußballverband schickten. „Wir bringen damit unsere Empörung zum Ausdruck“, schrieben sie. Der Verband erklärte, die Unparteiischen hätten psychologische Gründe für ihren Ausstand, der bis zum 4. Januar dauern solle. Der Schiedsrichter war nach Krankenhausangaben am Kopf und am Knie verletzt worden. Er wurde am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen. Von den Tätern fehlte jede Spur. Der griechische Verband verurteilte „die abscheuliche Tat“. Auch die wichtigsten griechischen Mannschaften kritisierten die Attacke.

          Der griechische Fußball wird seit Jahren von Ausschreitungen und Gewalt rings um die Plätze überschattet. Es war die 27. Attacke auf einen Schiedsrichter seit 2009, berichtete der griechische Radiosender Sport-FM. Die griechische Superliga war bereits im März 2018 wegen Ausschreitungen vorübergehend unterbrochen werden.

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