https://www.faz.net/-gtl-9ssix

2:1 gegen AS Rom : Thuram sorgt für das Gladbacher Glück

  • Aktualisiert am

Torschütze Marcus Thuram und das obligatorische Tänzchen mit der Eckfahne inklusive Trikot. Bild: AFP

Wieder schlägt die Borussia in der Europa League in der Nachspielzeit zu. Zuletzt reichte es dabei jeweils zum Ausgleich in Istanbul und Rom. Nun beschert das Tor kurz vor Abpfiff den ganz großen Gladbacher Jubel.

          2 Min.

          Weltmeister-Sohn Marcus Thuram hat Borussia Mönchengladbach mit einem Last-Minute-Tor alle Chancen auf die Zwischenrunde in der Europa League bewahrt. Der Stürmer erzielte in der Nachspielzeit das Tor zum 2:1 (1:0)-Endstand am Donnerstagabend gegen AS Rom – der Bundesliga-Spitzenreiter kann in den abschließenden beiden Gruppenspielen beim Wolfsberger AC und gegen Basaksehir FK den Einzug ins Sechzehntelfinale aus eigener Kraft perfekt machen. Schon bei den Spielen in Istanbul und Rom hatte Gladbach ganz spät getroffen, damals jeweils zum Ausgleich. Nun reichte es gar zum Sieg.

          Europa League

          „Wir haben bis zum Schluss dran geglaubt“, sagte Gladbachs Torwart Yann Sommer nach der Partie beim TV-Sender RTL und fügte mit Blick auf den Siegtor-Schützen, den Sohn des französischen 1998er-Weltmeisters Lilian Thuram, an: „Es ist super wertvoll für uns, so jemanden zu haben.“ Kapitän Lars Stindl ergänzte: „Glücklicherweise haben wir vorne einen, der immer trifft. Wir haben uns für eine intensive Leistung belohnt.“ Thuram brachte die 44.570 Zuschauer im Borussia-Park zum Jubeln (90+4.). Zuvor hatte Federico Fazio zunächst mit einem Eigentor (35.) die Führung für die Gastgeber erzielt, ehe dem Innenverteidiger in der 64. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich gelang.

          Die Borussia startete mutig in die Partie gegen den Tabellendritten der Serie A und setzte die Roma früh unter Druck. Der in die Startformation zurückgekehrte Kapitän Lars Stindl und der zuletzt angeschlagene Thuram sorgten im Angriff für Unruhe vor dem Tor der Gäste. Torjäger Alassane Pléa saß bis zu seiner Einwechslung in der 74. Minute auf der Bank.

          Stindl gab den ersten Warnschuss ab (13.), Denis Zakaria verfehlte das AS-Tor aus gut 20 Metern knapp (16.). Laszlo Benes prüfte Roms Torwart Pau Lopez ebenfalls aus der Distanz (26.). Im Strafraum verteidigten die Gäste, die ihre vergangenen acht Pflichtspiele nicht verloren und in der heimischen Liga zuletzt dreimal gewonnen hatten, zumeist clever – bis Fazio eine flache Hereingabe von Thuram ins eigene Tor ablenkte.

          In der Defensive stand Gladbach, das mit einem katastrophalen 0:4 gegen den Wolfsberger AC in die Europa League gestartet war, sich dann aber gesteigert hatte, über weite Strecken sicher mit einer Dreierkette. Trainer Marco Rose musste allerdings nach knapp einer halben Stunde auf Tony Jantschke verzichten, der mit anscheinend einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden musste (29.). Roms Javier Pastore kam anschließend nach einem starken Dribbling vor Borussia-Torwart Yann Sommer zum Abschluss (29.).

          Im Hinspiel hatte Gladbach mit großem Kraftaufwand eine Niederlage verhindert und sich so im Rennen um den Einzug in die Zwischenrunde gehalten. Stindl hatte in letzter Minute per Elfmeter zum 1:1-Endstand getroffen. Dass am Donnerstagabend das Gladbacher Tor deutlich früher fiel, verhalf dem Bundesliga-Tabellenführer zwar zu mehr Selbstvertrauen – aber Rom wurde stärker.

          Stindl verpasste kurz nach dem Wiederanpfiff die Chance auf das zweite Tor (48.). Die Roma verstärkte in der Folge ihre Offensivbemühungen mit effektiven Angriffen, die Gladbach in Bedrängnis brachten. Sommer hielt noch stark gegen Pastore (57.), beim Gegentor durch Fazio, der seinen Fehler wiedergutmachte, war er ohne Abwehrchance.

          Europa League

          Weitere Themen

          Zverev verpasst vorzeitigen Halbfinal-Einzug

          Tennis-WM : Zverev verpasst vorzeitigen Halbfinal-Einzug

          Nach seinem Auftaktsieg gegen Rafael Nadal verlor Alexander Zverev gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas und qualifiziert sich nicht vorzeitig für das Halbfinale. Sein Gegner glänzt unterdes mit Variantenreichtum.

          Topmeldungen

          Unsere Sprinter-Autorin: Heike Göbel

          F.A.Z.-Sprinter : Rezession, oder nicht?

          Die beunruhigenden Abschwungsignale in der deutschen Wirtschaft mehren sich schon länger. Heute erfahren wir, ob das Land in einer Rezession steckt. Was sonst noch wichtig wird, steht im Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.