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Nations League, Gruppe D2 : Fußball-Zwerge unter sich

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Feiertag in Gibraltar: Sieg gegen Liechtenstein in den Nations League 2018 Bild: EPA

Über Sinn und Unsinn der Nations League im europäischen Fußball lässt sich kontrovers diskutieren. Ganz unten wird das Format mit Freude angenommen. Denn es lockt ein Aufstiegsversprechen.

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          Wenn am Samstag (15.00 Uhr) die europäischen Kellerkinder Gibraltar und San Marino erstmals gegeneinander spielen, wird man in Liechtenstein ganz besonders genau hinsehen. Denn dieses Trio bildet in Liga D die Gruppe 2, am Ende winkt dem Gruppensieger der Aufstieg in Liga C. Doch selbst in diesem Zwergenduell gibt es noch einen klaren Außenseiter. Die Gäste aus der von Italien umschlossenen Enklave sind laut Fifa-Weltrangliste als 209. die zweitschlechteste Nationalmannschaft der Welt. Knapp vor der karibischen Inselgruppe Anguilla.

          Und so lässt Gibraltars Torhüter Dayle Coleing keinen Zweifel am Ausgang des Spiels im heimischen Victoria Stadium erkennen. „Ich trage mit Stolz unseren Felsen in der Brust und bin hochmotiviert“, sagte der Keeper in Anspielung auf den berühmten Affenfelsen an der Südspitze der iberischen Halbinsel. Schließlich sind die Gastgeber immerhin auf Rang 196 der Weltranglisten notiert und blicken nicht nur geographisch nach oben: ins Fürstentum Liechtenstein, aktuell auf der 180 notiert.

          Schon bei der ersten Auflage der Nations League vor zwei Jahren standen die beiden Fußball-Zwerge in einer Gruppe: seinerzeit gewann Gibraltar das Hinspiel mit 2:0, Liechtenstein das Rückspiel mit 2:1. Beide Teams blieben in der untersten Kategorie hängen. Mazedonien und Armenien stiegen nach Umgestaltung des Liga-Formats von Gruppe D4 in die Kategorie C auf. Diesmal dürfte die Entscheidung im Aufstiegskampf am 17. November fallen, wenn die Untertanen von Fürst Hans-Adam II. in Gibraltar antreten müssen.

          Wie weit alle drei Teams von der europäischen Spitze entfernt sind, dokumentieren die Länderspielbilanzen. Gibraltar verlor bislang 37 seiner 44 internationalen Begegnungen. Für San Marino steht unter anderem eine 0:13-Heimniederlage 2006 in der EM-Qualifikation gegen die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw zu Buche. Da kam selbst der DFB-Coach seinerzeit nicht umhin, diese einseitige Partie anschließend mit gesetzter Höflichkeit als „sehr gute Trainingseinheit“ zu klassifizieren. Ähnlich übel wie San Marino kam zehn Jahre zuvor auch Liechtenstein einmal unter die Räder (1:11 gegen Mazedonien).

          Andere kleine Fußballnationen hingegen erarbeiteten sich schon bei der Premiere der Nations League Selbstvertrauen und Anerkennung. Der Kosovo beispielsweise gewann vor zwei Jahren im Rahmen dieses neuen Wettbewerbs gegen die Färöer (2:0) zum ersten Mal ein Länderspiel - und stieg auf Anhieb in Liga C auf.

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