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Qatar richtet WM alleine aus : Der Fürst hat sich verkalkuliert

Eine Mega-WM 2022 wird es nicht geben, obwohl es Fifa-Präsident Gianni Infantino unbedingt wollte. Bild: AFP

Der Plan einer Mega-WM am Golf mit 48 Teams war tollkühn. Das Scheitern ist eine Niederlage für Fifa-Präsident Gianni Infantino. Das unseriöse Erscheinungsbild seiner Führung wird nun nochmals verstärkt.

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          Das Scheitern seines Großvorhabens, schon zur Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar im Jahr 2022 ein Turnier mit 48 statt 32 Nationalmannschaften auszuspielen, ist eine Niederlage für Gianni Infantino. Obwohl der tollkühne Plan einer Mega-WM am Golf mit der Einbindung weiterer Nachbarstaaten als Ausrichter von Anfang an gegen organisatorische und vor allem politische Machbarkeiten sprach, verfolgte der Präsident des Weltverbandes Fifa dieses abenteuerliche Projekt mit Verve. Noch im März präsentierte Infantino das Ergebnis einer internen Prüfung, dass einer Mega-WM angeblich nichts im Wege stünde. Fifa-Gremienmitglieder wie der damalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, wunderten sich über eine Vernachlässigung wichtiger Fakten und kritisierten den Fifa-Chef für seine undurchsichtigen Alleingänge.

          Qatar hat sich verständlicherweise gegen eine Turnierausweitung gesträubt. Das Wüstenemirat bangte um seinen Nimbus, alleine und als erster muslimischer Staat eine Fußball-WM ausrichten zu können. Es verwies stets auf die Verträge, welche dies festschreiben. Die Einbindung des übermächtigen Erzfeindes aus Saudi-Arabien als Mitveranstalter war für die Qatarer unter keinen Umständen akzeptabel gewesen, obwohl Infantino das Königreich zuletzt hofierte.

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