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Gianluigi Buffon : Angetrieben von der Last der Schuld

  • -Aktualisiert am

Rückkehr auf Zeit: Gianluigi Buffon hilft beim Übergang Bild: MAURIZIO DEGL INNOCENTI/EPA-EFE/

Italiens Nationalteam liegt nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation in Trümmern: Gianluigi Buffons Kurzcomeback soll beim Wiederaufbau helfen.

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          Der Rückzug aus der italienischen Nationalmannschaft war kaum ausgesprochen, die Tränen, die er vor den Fernsehkameras aus aller Welt vergossen hatte, gerade erst getrocknet, da klingelte schon das Telefon von Gianluigi Buffon. Ob er nicht noch zwei oder drei Spiele machen könne, fragte Luigi Di Biagio, der Mann am anderen Ende der Leitung. Ein Spieler wie er dürfe nicht so abtreten, nicht im Moment der schlimmsten Niederlage. Etwas Bedenkzeit wollte Buffon haben, die Entscheidung war am Ende aber wenig überraschend für einen wie ihn, den langjährigen Kapitän der „Squadra Azzurra“ und von Juventus Turin.

          Die Pflicht hatte gerufen, und wenn die Pflicht ruft, dann gibt es für den inzwischen 40-jährigen Torwart keine Ausreden. „Ich bin hier, weil ich eine Person bin, die zu dem steht, was sie früher einmal gesagt hat“, erklärte Buffon am Montagnachmittag in Coverciano, dem Trainingszentrum der italienischen Nationalmannschaft. Und damit meinte er nicht seine Ankündigung aus der Nacht des 13. November 2017, als gerade die „Azzurri“ blamabel an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland gescheitert waren. Bei seinem Sinneswandel gehe es um „Verbundenheit“, sagte Buffon. Und weil er seitdem „das Gefühl der Verantwortung“ mit sich herumtrage.

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